Beschäftigte und Erwerbstätige

Hier finden Sie Daten zur Beschäftigung und Erwerbstätigkeit in der Metropole Ruhr

Die Zahlen für die Metropole Ruhr:

In welchen Branchen entstehen die neuen Jobs? Welche Berufe sind gefragt? Welche Qualifikation haben die Beschäftigten? Wie verändert sich die Erwerbstätigkeit. Wie hoch ist der Anteil der atypisch Beschäftigten? Wie hoch ist die Zahl der Beschäftigten Ein- bzw. Auspendler in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets? Antworten finden Sie hier.
 

Gut zu wissen

Die Datengrundlagen und Methodik zur Erhebung der Erwerbstätigen, Beschäftigten sowie Pendlerinnen und Pendlern finden Sie hier:

Die Beschäftigungszahlen im Download

Die Beschäftigtenzahlen steigen auch im Ruhrgebiet seit Jahren. Wie sie sich auf die einzelnen Branchen verteilen oder welche Sektoren besonders umsatzstark sind, können Sie an den demnächst hier zur Verfügung gestellten Daten erkennen.

Auch Zahlen zu Arbeitslosigkeit und Sozialleistungen stellt der Regionalverband Ruhr - abhängig von der Verfügbarkeit der Daten - sowohl für die Ebene der kreisfreien Städte und Kreise als auch für die kreisangehörigen Kommunen zum Download bereit.

SV-Beschäftigte nach Branchen

SV-Beschäftigte nach Branchen

Beschäftigtenzahl in der Metropole Ruhr weiter gestiegen

Am 30.6.2018 werden in der Metropole Ruhr 1.747.815 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl der Beschäftigten erneut um gut 39.000 bzw. 2,3 % an.

Seit dem niedrigsten Beschäftigungsstand im Jahr 2006 mit rund 1,47 Millionen Arbeitsplätzen verbucht die Metropole Ruhr im Jahr 2018 Beschäftigungsgewinne in Höhe von knapp 275.000 Stellen bzw. +18,7 %.

Der Beschäftigtenstand von 2018 ist mit 1.747.815 sozialversicherungspflichtigen Jobs der höchste seit dem Jahr 1982.

Nach Branchen betrachtet, werden im Vergleich zum Vorjahr im Bereich „Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen“, wozu z.B. Sekretariats- und Schreibdienste, Call-Center sowie Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter zählen, die meisten neuen Jobs geschaffen (+ 4.252). Es folgt das Sozialwesen mit 3.760 neuen Arbeitslätzen sowie das Gesundheitswesen mit rund 3.100 neue Jobs.

Insgesamt steigt die Zahl der Dienstleistungsbeschäftigten in der Metropole Ruhr von rd. 1,3 Millionen im Jahr 2017 um rund 36.000 bzw. 2,8 % auf aktuell rd. 1,33 Millionen an.

Auch der produzierende Bereich kann Stellenzuwächse von rund 2.900 bzw. 0,7 % verbuchen. Hier werden vor allem im Baugewerbe neue Jobs geschaffen (+3.374). In geringerem Umfang können auch die Wasser-, Abwasser-, und Abfallentsorgung (+806) sowie die Energieversorgung (253) Arbeitsplätze hinzugewinnen. Einbußen verzeichnen dagegen der Bergbau (-1.037) und das Verarbeitende Gewerbe (-483).

Insgesamt steigt die Zahl der Beschäftigten im produzierenden Bereich im Ruhrgebiet von knapp 408.000 im Jahre 2017 um rd. 2.900 Stellen bzw. 0,7 % auf aktuell knapp 411.000.

Heute arbeiten 76 % aller Beschäftigten der Metropole Ruhr im Dienstleistungsbereich und entsprechend 24 % im produzierenden Gewerbe. In Nordrhein-Westfalen ohne die Metropole Ruhr zählen 72 % zu den Dienstleistungsbeschäftigten und 28 % zu den Beschäftigten im produzierenden Gewerbe.

Von Mülheim (-335) abgesehen, nehmen die Beschäftigtenzahlen in allen Städten und Kreisen der Metropole Ruhr im Vergleich zum Vorjahr zu. Dortmund erzielt die mit Abstand höchsten Beschäftigungszuwächse (+ rd. 8.216 bzw. 3,5 %) gefolgt von Essen (+ rd. 5.516 bzw. 2,3 %) und dem Kreis Recklinghausen (+ rd. 4.119 bzw. 2,5 %). In Bottrop fällt die Arbeitsplatzzunahme mit 337 Stellen bzw. 1,0 % am niedrigsten aus.

SV-Beschäftigte nach Branchen

SV-Beschäftigte nach Berufen und Qualifikation

SV-Beschäftigte nach Berufen und Qualifikation

Beschäftigte nach Berufen und Qualifikation im Ruhrgebiet am 30.6.2018

Verteilung der Beschäftigten auf neun Berufsbereiche im Ruhrgebiet

Von den rund 1,75 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (im Folgenden Beschäftigte) in der Metropole Ruhr am 30.6.2018 sind die meisten in dem Berufsbereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (rd. 364.000 bzw. 20,8 %) tätig.

Die Bundesagentur für Arbeit hat die Einzelberufe anhand von Berufs­feldanalysen zu neun Berufsbereichen zusammengefasst. Dabei wurden die einzelnen Berufe den verschiedenen Arbeitsge­bieten nach fachlich vergleichbaren Tätigkeits­merkmalen zugeteilt.

Auf Platz 2 folgt der Bereich Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung mit knapp 350.000 Personen (20,1 %). Im Bereich Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung  arbeiten rd. 321.000 Beschäftigte (18,5 %). Einen Beruf im Bereich Verkehr, Logistik und Sicherheit üben knapp 264.000 Beschäftigte aus (15,1 %). Im Bereich kaufmännische Dienstleistungen, Warenhandel, Vertrieb und Hotel- und Tourismusgewerbe waren etwas über 205.000 Beschäftigte (11,8 %) tätig.

Deutlich weniger Beschäftigte arbeiten im Bereich Bau, Gebäude und Architekturwesen (rd. 103.000 bzw. 5,9 %). Dem Berufsbereich Naturwissenschaft, Geografie und Informatik gehören rund 62.000 Beschäftige an (3,6 %), es folgen die Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler mit rund 46.500 (2,7 %) und die Land- und Forstwirte mit rund 22.800 Beschäftigten (1,3 %).

Tätigkeitsschwerpunkte von Männern und Frauen

Haupttätigkeitsschwerpunkt der rund 800.000 Beschäftigten Frauen im Ruhrgebiet ist der Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (284.202 bzw. 35,5 %). Am zweithäufigsten sind Frauen im Berufsbereich Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung (rd. 223.000 bzw. 27,9 %) tätig.

Bei den Frauen liegen die Berufe in der Unternehmensführung und – Organisation auf Platz 1. Die medizinischen Berufe liegen auf Platz 2, danach folgen die Erziehungs- und hauswirtschaftlichen Berufe. Auf Platz 4 liegen die Verkaufsberufe und auf Platz 5 die Berufe im Bereich Erziehung und Sozialarbeit.

Die knapp 950.000 Beschäftigten Männern in der Metropole Ruhr üben am häufigsten einen Beruf im Bereich Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung  (rd. 280.000 bzw. 29,6 %) aus gefolgt vom Bereich Verkehr, Logistik und Sicherheit (rund 187.000 bzw. 19,5 %).

Nach Einzelberufen betrachtet, liegen bei den Männern die Verkehrs- bzw. Logistikberuf auf Platz 1. Auf Platz 2 folgen die Berufe in der Unternehmensführung und - Organisation. Danach folgen die Lager- und Postwirtschaftsberufe. Auf Platz 4 liegen die Fahrzeug- und Maschinentechniker und auf Platz 5 die metallverarbeitenden Berufe.

Entwicklung der Berufsbereiche seit dem Jahr 2013

Im Zeitraum von Juni 2013 bis Juni 2018 beträgt der Beschäftigungsgewinn im Ruhrgebiet        rund 140.700 Stellen. Die höchsten Zuwächse erzielt der Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung mit rd. 59.400 Stellen. Der Bereich Verkehr, Logistik und Sicherheit kann den zweithöchsten Zuwachs von rund 41.000 Beschäftigten verbuchen. Auf Platz 3 liegen die kaufmännischen Dienstleistungen, der Warenhandel, der Vertrieb und das Hotel- und Tourismusgewerbe mit rund 15.000 Stellen.

Die Abschlüsse der Beschäftigten

Im Juni 2018 verfügen in der Metropole Ruhr knapp 900.000 Beschäftigte (56,6 %) über einen anerkannten Berufsabschluss. Knapp 234.000 Beschäftigte haben einen akademischen Abschluss (13,4 %). Hierzu zählen Abschlüsse als Magister, Master, Staatsexamen und Bachelor sowie Promotion.

Von den rund 950.000 Beschäftigten Männern sind 13,9 % Akademiker, von den rund 800.000 beschäftigten Frauen sind 12,8 % Akademikerinnen.

Der Anteil der Beschäftigten mit einem akademischen Abschluss stieg seit dem Jahr 2000 von 7,2 % auf 13,4 Prozent im Jahr 2018.

SV-Beschäftigte nach Berufen und Qualifikation

SV-Beschäftigte Pendler

SV-Beschäftigte Pendler

Pendlerverflechtungen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Ruhrgebiet

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten sind Nichtpendler

Mitte 2018 haben 1.814.847 Beschäftigte ihren Wohnort in der Metropole Ruhr. Mehr als die Hälfte (928.901 bzw. 51,2 Prozent) von ihnen sind Nichtpendler, d.h. sie pendeln innerhalb ihres Wohnortes. Weitere 563.724 bzw. 31,1 Prozent dieser Beschäftigten pendeln innerhalb der Ruhrgebietsgrenzen. Eine geringere Anzahl 254.128 bzw. 14,0 Prozent von ihnen pendelt aus dem Ruhrgebiet in das übrige Nordrhein-Westfalen. Lediglich 68.023 bzw. 3,7 % der Beschäftigten pendeln über die Landesgrenzen hinweg. Insgesamt summiert sich die Zahl der Auspendler, die ihren Wohnsitz im Ruhrgebiet haben, auf 885.875 Beschäftigte.

Die Auspendlerziele      

Von den Auspendlerzielen der Beschäftigten, die aus dem Ruhrgebiet in das übrige Nordrhein-Westfalen einpendeln, liegt Düsseldorf mit knapp 62.000 Beschäftigten mit Abstand an der Spitze. Es folgen der Kreis Mettmann (rd. 26.600), der Märkische Kreis (rd. 19.000), Wuppertal (rd. 18.000), Krefeld (rd. 16.000), Köln (rd. 14.000), Münster, der Kreis Borken und der Kreis Kleve mit jeweils rd. 10.000 sowie der Kreis Coesfeld mit rd. 8.700.

Mitte 2018 haben 1.747.815 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in der Metropole Ruhr. Mehr als die Hälfte (928.901 bzw. 53,1 %) von ihnen sind Nichtpendler, d.h. sie bewegen sich auf dem Weg zur Arbeit  innerhalb ihrer Stadtgrenze. Weitere 184.775 bzw. 22,6 % pendeln aus dem übrigen Nordrhein-Westfalen in das Ruhrgebiet hinein. Eine geringere Anzahl der Beschäftigten 69.642 bzw. 8,5 % pendelt von außerhalb der Landesgrenzen in die Metropole Ruhr ein. Insgesamt summierte sich die Zahl der  Einpendler, die ihren Arbeitsplatz im Ruhrgebiet haben auf 818.141 Beschäftigte.

Von den Herkunftsorten der Einpendler, die aus dem übrigen Nordrhein-Westfalen in das Ruhrgebiet einpendeln, liegt der Märkische Kreis mit rd. 19.000 Beschäftigten vorne. Es folgen der Kreis Mettmann und der Kreis Kleve mit jeweils rund 15.500, Düsseldorf (rd. 15.100), der Kreis Borken (rd. 12.800), der Kreis Coesfeld (rd. 12.300), Wuppertal (rd. 11.200), Soest (rd. 10.400), Krefeld (rd. 8.000) und der Kreis Warendorf (rd. 7.200) Beschäftigten.

Pendlersaldo in den letzten Jahrzehnten negativ

Unter dem Strich fällt der Pendlersaldo in der Metropole Ruhr im Jahre 2018 mit ‑67.734 Beschäftigten erneut negativ aus, d.h. es pendeln mehr Beschäftigte aus der Metropole Ruhr aus, als in die Region hinein. Das Ruhrgebiet weist bereits seit Jahrzehnten einen negativen Pendlersaldo auf.

Lediglich in vier Ruhrgebietsstädten fällt der Pendlersaldo positiv aus: Den höchsten positiven Pendlersaldo innerhalb der Region weist Essen mit 43.520 Beschäftigten auf. Es folgen Dortmund (27.726), Bochum (2.714), Duisburg (2.381) und Hagen (1.917).

SV-Beschäftigte Pendler

A-typisch Beschäftigte

A-typisch Beschäftigte

Jeder vierte Beschäftigte in der Metropole Ruhr ist a-typisch beschäftigt

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer 1-prozentigen Stichprobenerhebung des Landesbetriebes für Information und Technik NRW, gibt es in der Metropole Ruhr knapp 1,9 Millionen abhängig Beschäftigte. Hierzu zählen auch die atypischen Beschäftigungsverhältnisse auf die mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft:

Befristung, Teilzeitbeschäftigung mit 20 oder weniger Stunden, Zeitarbeitsverhältnis oder geringfügige Beschäftigung. Hierbei können auf einen Beschäftigten mehre Merkmale zutreffen.

 

Im Jahr 2017 gab es nach den Mikrozensuserhebungen in der Metropole Ruhr 492.000 atypisch Beschäftigte. Der Anteil der atypischen Beschäftigungsverhältnisse lag, gemessen an allen abhängig Beschäftigten, bei 25,9 %. Landesweit lag er bei 25 % und in Nordrhein-Westfalen ohne die Metropole Ruhr bei 24,7 %.

Nach den Mikrozensusdaten ist im Ruhrgebiet das Teilzeitarbeitsverhältnis (unter 20 Wochenstunden) mit einem Anteil von  65,6 % an allen atypisch Beschäftigten die mit Abstand häufigste Form. Danach folgen die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (33,9 %) sowie die befristeten Arbeitsverhältnisse mit 33,6 %. Die Zeitarbeitsbeschäftigten haben mit 9,7 % den niedrigsten Anteil.

Mehr als jede dritte erwerbstätige Frau in atypischer Beschäftigung

Im Jahr 2017 war im Ruhrgebiet mehr als jede dritte Frau (37,4 %), gemessen an allen abhängig beschäftigten Frauen atypisch beschäftigt, bei den Männern waren es 15,7 %. Dieser Trend bestätigt sich auch im Landesdurchschnitt Nordrhein-Westfalens. Hier sind 36,7 % aller abhängig beschäftigten Frauen und 14,3 % aller erwerbstätigen Männer a-typisch beschäftigt. Insgesamt waren von den 492.000 atypisch Beschäftigten in der Metropole Ruhr knapp 70 % Frauen.

Innerhalb der Metropole Ruhr weist Herne mit einem Anteil von 30,2 % atypisch Beschäftigter den höchsten Anteil an allen abhängig Beschäftigten auf. Den niedrigsten Anteil an atypisch Beschäftigten hat die Stadt Mülheim mit 18,5 %, gefolgt von Oberhausen mit 22,5 % und dem Kreis Wesel mit 23,4 %.

A-typische Beschäftigte

Erwerbstätige nach Einkommensklassen

Erwerbstätige nach Einkommensklassen

Durchschnittseinkommen im Ruhrgebiet seit 2002 gestiegen

Im Rahmen des Mikrozensus werden auch die monatlichen Nettoeinkommen der Erwerbstätigen erhoben. Danach liegt das Durchschnittseinkommen aller Erwerbstätigen im Jahr 2017 in der Metropole Ruhr bei 1.768 Euro netto im Monat. Das monatliche Durchschnittsnettoeinkommen in der Metropole Ruhr ist vom Jahr 2002 mit 1.477 Euro um 291 Euro auf 1.768 Euro im Jahr 2017 angestiegen. Das entspricht einer Steigerungsrate von rund 20 Prozent. Landesweit lag das monatliche Durchschnittsnettoeinkommen bei 1.811 Euro. Die Steigerungsrate beträgt hier ebenfalls knapp 20 Prozent.

Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen immer noch erheblich

Zwischen 2002 und 2017 stiegen die Nettoeinkommen der Frauen stärker an als die der Männer. Der Durchschnittsverdienst der Frauen hat sich gegenüber dem Jahr 2002 um 364 Euro erhöht, bei den Männern waren es 263 Euro. Trotz der höheren Einkommenszuwächse liegen die Nettomonatsverdienste der Frauen mit 1.426 Euro im Durchschnitt immer noch deutlich unter denen der männlichen Kollegen mit 2.058 Euro. Die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen reduzierten sich im Betrachtungszeitraum von 2002 bis 2017 von 733 auf 632 Euro.

Die meisten erwerbstätigen Einkommensbezieher (22,3 Prozent) verdienen zwischen 1.700 und 2.300 Euro netto im Monat. Bei den Männern fällt mehr als jeder Vierte  (26,0 Prozent) in diese Gehaltsklasse, bei den Frauen sind es 17,9 Prozent.

Mit einem monatlichen Nettoeinkommen von über 2.300 Euro zählen 600.000 bzw. 27 Prozent aller Erwerbstätigen in der Metropole Ruhr zu den höher verdienenden. Davon sind 76 Prozent Männer und entsprechend 24 Prozent Frauen. Dagegen zählen, mit einem Nettoeinkommen von unter 900 Euro rd. 434.000 bzw. 19,2 Prozent der Erwerbstätigen in der Metropolregion zu den Geringverdienern. Davon sind 70 Prozent Frauen und entsprechend 30 Prozent Männer.

Einkommensentwicklung zwischen 2002 und 2017

Die Zahl der Bezieher höherer Einkommen hat sich im Zeitraum von 2002 bis 2017 verdoppelt. Insgesamt stieg die Zahl der Erwerbstätigen, mit einem Einkommen von über 2.300 Euro von knapp 300.000 im Jahr 2002 auf 600.000 im Jahr 2017. Die Zahl der besser verdienenden Frauen hat sich in diesem Zeitraum sogar mehr als verdreifacht. Im Jahre 2002 verdienten rund 47.000 Frauen über 2.300 Euro, im Jahr 2017 waren es 143.000 Frauen. Die Zahl der Einkommensbezieher unter 900 Euro hat sich dagegen verringert. Im Jahr 2002 verdienten mit rd. 489.000 Erwerbstätige weniger als 900 Euro. Im Jahr 2017 sank die Zahl der unteren Einkommensbezieher um rund 54.000 (-11 Prozent) auf 435.000 Erwerbstätige.

Einkommensverteilung im Jahr 2017

Nach dem Mikrozensus stellt sich die Einkommensverteilung in der Metropole Ruhr im Jahre 2017 wie folgt dar: 19,3 Prozent der Einkommensbezieher verdienen weniger als 900 Euro, 31,9 Prozent verdienen zwischen 900 und 1.700 Euro, 22,3 Prozent verdienen zwischen 1.700 und 2.300 Euro und weitere 26,6 Prozent haben einen Monatsverdienst von über 2.300 Euro netto.

Weitere Zahlen zur Arbeitslosenquote finden Sie im Themenbereich "Arbeit und Soziales":

Erwerbstätige nach Einkommensklassen

Petra Lessing
Referat Bildung und Soziales
Team Regionale Statistik und Umfragen
lessing@rvr.ruhr
+49 201 2069-6314
Karim Taibi
Referat Bildung und Soziales
Team Regionale Statistik und Umfragen
taibi@rvr.ruhr
+49 201 2069-239