Bevölkerung

Wir werden immer mehr - auch in der Metropole Ruhr

Vielfalt hat im Ruhrgebiet Tradition - dies spiegelt sich auch in seinen Einwohnern wider:

Hier finden Sie Daten zur Bevölkerung, unter anderem sortiert nach Altersgruppen und Nationalität.

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Die Bevölkerungszahlen im Download

Nach Jahren der Schrumpfung nimmt die Einwohnerzahl in der Metropole Ruhr inzwischen langsam wieder zu. Vielfalt und Alterung der Bevölkerung bleiben wichtige Themen für die zukünftige Entwicklung der Region. Der Zensus 2011 ergab für das Ruhrgebiet noch fast flächendeckend eine niedrigere Einwohnerzahl als bislang auf Grundlage der Volkszählung 1987 angenommen.

In den vergangenen Jahren stieg die Bevölkerungszahl aber wieder an, hauptsächlich durch Zuwanderungsgewinne. Neben Angaben zu Geburten, Sterbefällen und Wanderungen finden Sie hier Daten zur Altersstruktur der Bevölkerung und zu den über 180 im Ruhrgebiet lebenden Nationalitäten.

Entwicklung und Struktur

Entwicklung und Struktur

Bevölkerungszahl in der Metropole Ruhr nahezu unverändert

Ende 2018 leben 5.111.530 Menschen in der Metropole Ruhr. Damit bleibt die Bevölkerungszahl mit einem Rückgang von lediglich 1.957 Einwohnern bzw. 0 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die größte Stadt in der Metropole Ruhr und die drittgrößte in Nordrhein-Westfalen ist Dortmund (587.010) dicht gefolgt von Essen (583.109). Die kleinste Gemeinde im Ruhrgebiet ist Sonsbeck im Kreis Wesel mit 8.675 Einwohner, gefolgt von Breckerfeld im Ennepe-Ruhr-Kreis mit 8.938 Einwohnern. Die stärksten prozentualen Bevölkerungsrückgänge gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die Gemeinde Alpen im Kreis Wesel (-1,18 Prozent) und die Stadt Recklinghausen (-0,96 Prozent). Die höchsten relativen Einwohnerzuwächse können Unna (+ 2,58 %) sowie Selm (0,77 Prozent) verbuchen.

Seit dem Zensusjahr 2011 verbucht die Metropole Ruhr Bevölkerungszuwächse von rund 56.000 Personen bzw. 1,1 Prozent. Besonders die kreisfreien Städte gewinnen Einwohner hinzu (+ rund 59.000 bzw. 1,8 Prozent), die Kreise verzeichnen dagegen leichte Verluste (- rd. 3.400 bzw. -0,2 Prozent).

Die Daten basierten auf der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, der im Rahmen des Zensus 2011 zum Stichtag 9. Mai 2011 ermittelt wurde. (Quelle: IT.NRW)

 

Bewegung

Bewegung

Im Jahr 2018 wurden im Ruhrgebiet 48.600 Kinder geboren

Im Jahr 2018 wurden im Ruhrgebiet 48.600 Kinder geboren. Das waren 81 Kinder bzw. 0,2 % mehr als im Jahr zuvor (2017:48.519).

Die Zahl der Geburten steigt seit dem Allzeit-Tief im Jahr 2011 mit 38.622 Geburten wieder kontinuierlich an und erreicht im Jahr 2018 mit 48.600 Lebendgeborenen den höchsten Wert seit dem Jahr 2000.

Nach den kreisfreien Städten und Kreisen in der  Metropole Ruhr betrachtet, verzeichnet Hagen mit einem Plus von 4,2 % gegenüber dem Vorjahr die höchste Steigerungsrate bei den Geburten. Es folgen Gelsenkirchen (+3,2 %) und Mülheim (-2,3 %).

Den im Vorjahresvergleich höchsten Rückgang der Geburten verzeichnen Herne (-4,8 %), Hamm (-3,5 %) und der Kreis Unna (-2,7 %).

Im Jahr 2018 lag die Zahl der Gestorbenen mit 66.301 im Ruhrgebiet um 1.913 bzw. 3,0 % höher aus als im Jahr zuvor (2017: 64.388). Von Bottrop abgesehen (-1,2 %) fiel die Zahl der Gestorbenen in den kreisfreien Städten und Kreisen der  Metropole Ruhr im Vergleich zum Vorjahr höher aus. Die höchste Zunahmen innerhalb der Ruhrgebietes verzeichnen der Kreis Unna (+5,9 %) und Herne (+5,6 %) die niedrigste Gelsenkirchen (+0,6 %) und Mülheim (+0,7 %).

Das Geburtendefizit (der Überschuss der Gestorbenen über die der Geborenen) war in der Metropole Ruhr mit 17.701 höher als im Jahr zuvor (2017: 15.869).

Die Aktualisierung der Wanderungsergebnisse nach Ziel- und Herkunft erfolgt vor. im Okt. 2019.

Bewegung

Nationalitäten

Nationalitäten

Zahl der Menschen mit ausländischer Staatsangehörigigkeit im Ruhrgebiet gestiegen

Menschen aus über 180 unterschiedlichen Herkunftsländern leben in der Metropole Ruhr. Das Ausländerzentralregister weist sowohl für Nordrhein-Westfalen als auch für das Ruhrgebiet für das Jahr 2018 einen neuen Rekordwert auf: Noch nie lebten hier so viele Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Mit insgesamt 824.865 Personen lag die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen in der Metropole Ruhr um 3,6 Prozent höher als im Jahr 2017. In Nordrhein-Westfalen lag die Steigerungsrate bei 3,0 Prozent.

Nach wie vor stellen Menschen mit einem türkischen Pass mit 204.150 Personen bzw. 24,8 % die größte Gruppe an allen Ausländern. Die Zahl der Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit ist allerdings seit Jahren tendenziell rückläufig. Auch von 2017 auf 2018 nahm sie leicht ab (-0,4 %).

Die nächstgrößten im Ruhgebiet vertretenen Nationalitäten sind Syrien (82.540, im Vergleich zu 2017 +10,8 %), Polen (62.985, im Vergleich zu 2017 +2,0 %), Rumänien (43.515; im Vergleich zu 2017 +9,7 %) und Italien (31.945, im Vergleich zu 2017 +1,6 %). Gemeinsam mit den türkischen Mitbewohnern machen Menschen aus diesen vier Staaten insgesamt mehr als die Hälfte der ausländischen Personen der Metropole Ruhr aus.

Die stärksten Zuwächse der Ausländerzahl gegenüber dem Jahr 2017 waren bei Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit (+8.040 bzw. 10,8 %) festzustellen, gefolgt von Personen mit rumänischem (+3.860 bzw. 9,7 %) und bulgarischem Pass (+3.690 bzw. 13,9 %).

Erläuterungen:

Die Zahl der ausländischen Staatsbürger wird durch das Ausländerzentralregister (AZR) erhoben. Parallel zu diesen Daten stehen Angaben aus der Bevölkerungsfortschreibung zur Verfügung, die auf den Ergebnissen des Zensus 2011 aufbauen und mit den Meldungen der einzelnen Meldebehörden "fortgeschrieben" werden.

Die Bestandszahlen über die ausländische Bevölkerung aus dem AZR und aus der Bevölkerungsfortschreibung weichen infolge unterschiedlicher Abgrenzungen voneinander ab. Grundsätzlich müssen die Zahlen aus dem AZR niedriger sein als diejenigen aus der Bevölkerungsfortschreibung, da das AZR Personen, die sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten, nicht erfasst. Das Ausländerzentralregister erfasst ausschließlich Einwohner mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit. (Vgl. Statistisches Bundesamt, Destatis).

Destatis

 

Zensus 2011

Zensus 2011

Zensus 2011

Bevölkerungsvorausberechnung

Bevölkerungsvorausberechnung

Bevölkerungsvorausberechnung

Haushalte

Haushalte

Die Zahl der Privathaushalte in der Metropole Ruhr wird bis zum Jahr 2040 sinken

Nach der aktuellen Modellrechnung des Landesbetriebes für Information und Technik (IT.NRW) wird die Zahl der Privathaushalte in der Metropole Ruhr von 2.583.400 im Jahr 2018 um gut 32.000 (bzw. -1,2 %) auf 2.551.200 sinken. Landesweit wird die Zahl der Privathaushalte dagegen um 2,5 % steigen, in NRW ohne die Metropole Ruhr sogar um 4 %.

 

Innerhalb der Metropole Ruhr werden nur die Städte Dortmund (+4,2 %) und Essen (+4,2 %) eine Zunahme der Privathaushalte verzeichnen können. Die höchsten Rückgänge werden für die Städte Bottrop (-4,5 %) und Duisburg (-4,5 %) ermittelt.

Nach Haushaltsgrößen betrachtet, wird sich die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte im Ruhrgebiet kaum verändern, während die Zahl der größeren Haushalte zurückgehen wird.

Geringer Anstieg bei den Ein-und Zweipersonenhaushalten

Die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte wird im Ruhrgebiet von 1.955.600 im Jahr 2018 um lediglich 1.800 bzw. 0,1 % auf 1.957.400 ansteigen. Der landesweite Anstieg fällt mit 4,9 % deutlich höher aus. Innerhalb des Ruhrgebiets verzeichnen nur Dortmund (4,4 %), Essen (3,9 %), der Kreis Wesel (2,8 %), Hamm (2,0 %) und Mülheim an der Ruhr (0,2 %) Anstiege bei den Ein- und Zweipersonenhaushalten. Die höchsten Abnahmen werden für Bochum (-3,7 %) und Duisburg (-3,7 %) errechnet.

Die Zahl der Einpersonenhaushalte liegt im Ruhrgebiet im Jahr 2018 bei rund 1,1 Millionen. Im Jahr 2040 wird sich die Zahl Einpersonenhaushalte voraussichtlich um rund 9.000 bzw. 0,9 % erhöhen. Der landesweite Anstieg liegt mit 5,6 % deutlich darüber.

Zahl der Mehrfamilienhaushalte rückläufig

Die Zahl der Mehrfamilienhaushalte (drei und mehr Personen) wird dagegen von rund 628.000 im Jahr 2018 um 34.400 bzw. -5,5 % auf knapp 594.000 im Jahr 2040 sinken. In Nordrhein-Westfalen fällt der Rückgang mit -4,6 %  etwas niedriger aus. Innerhalb des Ruhrgebietes wird nur für Dortmund (3,4 %) ein Anstieg bei den Mehrpersonenhaushalten ermittelt. Der höchste Rückgang wird für Bottrop (-13,3 %) errechnet. Für die kreisfreien Städte des Ruhrgebietes wird bis zum Jahr 2040 ein Rückgang der Mehrpersonenhaushalte von 2,5 % und für die Kreise von 10,8 % ermittelt.

Die Single-Haushalte haben den größten Anteil an allen Haushalten

Im Jahr 2018 liegt der Anteil der Single-Haushalte an allen Haushalten in der Metropole Ruhr bei 41,4 %. Für das Jahr 2040 wird ein Anteil von 42,3 % prognostiziert. Im Jahr 2040 werden innerhalb des Ruhrgebietes  Bochum (47,1 %), Herne (46,5 %) und Dortmund (46,4 %) den höchsten Anteil an Single-Haushalten haben. Für den Kreis Wesel (36,3 %) wird der niedrigste Anteil an Single-Haushalten errechnet.

Erläuterungen

Die Modellrechnung zur zukünftigen Entwicklung der Zahl der Privathaushalte ist eine Anschlussrechnung an die Bevölkerungsvorausberechnung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens 2018 bis 2040. In einer als »konstante Variante« bezeichneten Berechnung werden die Haushaltsmitgliederquoten des Basiszeitraums für den gesamten berechneten Zeitraum konstant gehalten, so dass sich künftige Veränderungen der Haushaltsstrukturen ausschließlich aus der Bevölkerungsentwicklung ergeben.

Petra Lessing
Referat Bildung und Soziales
Team Regionale Statistik und Umfragen
lessing@rvr.ruhr
+49 201 2069-6314
Karim Taibi
Referat Bildung und Soziales
Team Regionale Statistik und Umfragen
taibi@rvr.ruhr
+49 201 2069-239