Beschäftigte und Erwerbstätige

Strukturwandel für Fortgeschrittene

Die Zahlen für die Metropole Ruhr:

In welchen Branchen entstehen die neuen Jobs? Welche Berufe sind gefragt? Welche Qualifikation haben die Beschäftigten? Wie verändert sich die Erwerbstätigkeit. Wie hoch ist der Anteil der atypisch Beschäftigten? Wie hoch ist die Zahl der Beschäftigten Ein- bzw. Auspendler in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets? Antworten finden Sie hier.
 

Gut zu wissen

Die Datengrundlagen und Methodik zur Erhebung der Erwerbstätigen, Beschäftigten sowie Pendlerinnen und Pendlern finden Sie hier:

Die Beschäftigungszahlen im Download

Die Beschäftigtenzahlen steigen auch im Ruhrgebiet seit Jahren. Wie sie sich auf die einzelnen Branchen verteilen oder welche Sektoren besonders umsatzstark sind, können Sie an den demnächst hier zur Verfügung gestellten Daten erkennen.

Auch Zahlen zu Arbeitslosigkeit und Sozialleistungen stellt der Regionalverband Ruhr - abhängig von der Verfügbarkeit der Daten - sowohl für die Ebene der kreisfreien Städte und Kreise als auch für die kreisangehörigen Kommunen zum Download bereit.

SV-Beschäftigte nach Branchen

SV-Beschäftigte nach Branchen

Die Metropole Ruhr verzeichnet den höchsten Beschäftigungsstand seit dem Jahr 1976

Am 30.6.2019 werden in der Metropole Ruhr 1.780.332 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl der Beschäftigten erneut um knapp 33.000 bzw. 1,9 % an.

Seit dem niedrigsten Beschäftigungsstand im Jahr 2006 mit rund 1,46 Millionen Arbeitsplätzen verbucht die Metropole Ruhr im Jahr 2019 Beschäftigungsgewinne in Höhe von gut 317.000 Stellen bzw. +21,7 %.

Der Beschäftigungsstand von 2019 ist mit 1.780.332 sozialversicherungspflichtigen Jobs der höchste seit dem Jahr 1976.

Insgesamt steigt die Zahl der Dienstleistungsbeschäftigten in der Metropole Ruhr von rund 1,3 Millionen im Jahr 2018 um gut 25.000 bzw. 1,9 % auf rund 1,4 Millionen im Jahr 2019 an.

Nach Branchen betrachtet, werden im Vergleich zum Vorjahr im Bereich „Lagerei und Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Verkehr“, wozu z.B. der Betrieb von Lagereinrichtungen und Verkehrswegen z.B. für Schienenfahrzeuge, die Spedition sowie die Post- Kurier- und Expressdienste zählen, die meisten neuen Jobs geschaffen (+ 4.793). Es folgt das Gesundheitswesen mit rund 4.600 neuen Arbeitslätzen sowie das Sozialwesen mit rund 3.400 neue Jobs.

Die Zahl der Beschäftigten im produzierenden Bereich im Ruhrgebiet steigt von knapp 411.000 im Jahre 2018 um rund 7.100 Stellen bzw. 1,7 % auf knapp 418.000 im Jahr 2019 an.

Hier werden vor allem im Baugewerbe (+3.480), im verarbeitenden Gewerbe (+ 3.088) und im Bereich Energieversorgung  (+1.097) neue Jobs geschaffen. Es folgt der Bereich Wasser-,Abwasser-, und Abfallentsorgung mit einem Arbeitsplatzgewinn von 675 Stellen. Der Bergbau verzeichnet dagegen Stelleneinbußen (-1.236).

Mitte 2019 arbeiten 76 % aller Beschäftigten der Metropole Ruhr im Dienstleistungsbereich und entsprechend 24 % im produzierenden Gewerbe. In Nordrhein-Westfalen ohne die Metropole Ruhr zählen 72 % zu den Dienstleistungsbeschäftigten und 28 % zu den Beschäftigten im produzierenden Gewerbe.

Von Bottrop (-335 bzw. 1,0 %) abgesehen, nehmen die Beschäftigtenzahlen in allen Städten und Kreisen der Metropole Ruhr im Vergleich zum Vorjahr zu. Dortmund erzielt die mit Abstand höchsten Beschäftigungszuwächse (+ rund 6.900 bzw. 2,9 %) gefolgt von Essen (+ rund 4.400 bzw. 1,8 %), dem Kreis Recklinghausen (+ rund 4.200 bzw. 2,5 %) und Bochum mit rund 4.100 bzw.3,1 %). In Mülheim an der Ruhr fällt die Arbeitsplatzzunahme mit 127 Stellen bzw. 0,2 % am niedrigsten aus.

SV-Beschäftigte nach Branchen

SV-Beschäftigte nach Berufen und Qualifikation

SV-Beschäftigte nach Berufen und Qualifikation

Zahl der Beschäftigten mit akademischen Abschluss ist deutlich gestiegen

Im Juni 2019 erreicht die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (im Folgenden Beschäftigte) in der Metropole Ruhr mit 1.780.332 den höchsten Stand seit dem Jahr 1976.

Der Anteil der Beschäftigten mit einem akademischen Abschluss ist auf 13,8 % gestiegen

Knapp 250.000 Beschäftigte in der Metropole Ruhr verfügen über einen Hochschulabschluss. Im Jahr 2000 lag die Zahl der Akademiker und Akademikerinnen bei knapp 114.000. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigen mit einem Hochschulabschluss im Jahr 2019 im Vergleich zum Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Der Anteil der Beschäftigen mit einem Hochschulabschluss lag im Jahr 2000 bei 7,2 %. Im Jahr 2019  stieg der Anteil der Akademiker und Akademikerinnen auf 13,8 %. Von den rund 970.000 beschäftigten Männern sind 14,2 % Akademiker, von den rund 815.000 beschäftigten Frauen sind 13,4 % Akademikerinnen. Der Frauenanteil an den Akademikern liegt bei 44,3 %.

Rund 60 Prozent aller Beschäftigten arbeiten als Fachkraft

Neben diesen formalen Bildungsabschlüssen unterscheidet die Bundesagentur für Arbeit zwischen 4 Anforderungsniveaus, die die unterschiedliche Komplexität eines Berufes abbilden sollen. Danach arbeitet im Jahr 2019 der weitaus größte Teil - knapp 1,1 Millionen Beschäftigte (oder 59,7 Prozent) - in der Metropole Ruhr als Fachkraft in einem Beruf. Knapp 200.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (11,0 Prozent) werden zu den Spezialisten gezählt. Sie benötigen für ihren Beruf eine höher qualifizierte Ausbildung, etwa ein Studium. Weitere rund 214.000 Beschäftigte bzw. 12,0 Prozent sind als Experten in hochkomplexen Arbeitszusammenhängen tätig, die in der Regel mindestens eine vierjährige Hochschulausbildung, eine Promotion oder Vergleichbares voraussetzen. Dazu zählen z. B. Entwicklungs-, Forschungs- und Diagnosetätigkeiten, Wissensvermittlung sowie Leitungs- und Führungsaufgaben innerhalb eines (großen) Unternehmens. Von diesen hochspezialisierten Fachkräften sind 40 % Frauen und entsprechend 60 % Männer. Knapp 300.000 bzw. 16,8 Prozent der Beschäftigten arbeiteten als Helfer und verfügen nur über eine geringe Qualifikation wie sie etwa in einem Jahr Anlerntätigkeit erworben wird.

Die meisten Beschäftigten arbeiten im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung

Nach Berufsbereichen[1] betrachte, sind die meisten Beschäftigten in dem Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (rd. 375.000 bzw. 21,1 %) tätig. Auf Platz 2 folgen die Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung mit rd. 354.000 Personen (19,9 %). Rd. 320.000 Beschäftigte (18,0 %) arbeiten in der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung. Einen Beruf im Bereich Verkehr, Logistik und Sicherheit üben knapp 272.000 der Beschäftigten aus (15,3 %). In den kaufmännischen Dienstleistungen, im Warenhandel, Vertrieb und im Hotel- und Tourismusgewerbe sind etwas über 208.000 Beschäftigte (11,7 %) tätig.

Deutlich weniger Beschäftigte üben einen Beruf in dem Segment Bau, Gebäude und Architekturwesen (rd. 107.000 bzw. 6,0 %) aus. Zu dem Berufsbereich Naturwissenschaft, Geografie und Informatik zählen rund 65.000 Beschäftige (3,7 %). Es folgen die Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler mit rund 46.500 (2,6 %) und die Land- und Forstwirte mit rund 22.600 Beschäftigten (1,3 %).

Der Tätigkeitsschwerpunkte von Frauen und Männern unterscheiden sich deutlich

Haupttätigkeitsschwerpunkt der rund 815.000 Beschäftigten Frauen im Ruhrgebiet ist der Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (rd. 293.000 bzw. 35,9 %). Am zweithäufigsten sind Frauen im Berufsbereich Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung (rd. 223.000 bzw. 27,8 %) tätig.

Die knapp 970.000 Beschäftigten Männern in der Metropole Ruhr üben am häufigsten einen Beruf im Bereich der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (rd. 280.000 bzw. 28,9 %) aus. Auf Platz 2 folgt der Bereich Verkehr, Logistik und Sicherheit (rund 194.000 bzw. 20,1 %).

Der Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung verbucht die höchsten Beschäftigungsgewinne

Im Zeitraum von Juni 2013 bis Juni 2019 beträgt der Beschäftigungsgewinn im Ruhrgebiet rund 173.000 Stellen. Die höchsten Zuwächse erzielt der Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung mit rd. 71.000 Stellen. Der Bereich Verkehr, Logistik und Sicherheit kann den zweithöchsten Zuwachs von rund 49.000 Beschäftigten verbuchen.

[1] Die Bundesagentur für Arbeit hat die Einzelberufe anhand von Berufs­feldanalysen zu neun Berufsbereichen zusammengefasst. Dabei wurden die einzelnen Berufe den verschiedenen Arbeitsge­bieten nach fachlich vergleichbaren Tätigkeits­merkmalen zugeteilt.

SV-Beschäftigte Pendler

SV-Beschäftigte Pendler

Pendlerverflechtungen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Ruhrgebiet

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten sind Nichtpendler

Mitte 2018 haben 1.814.847 Beschäftigte ihren Wohnort in der Metropole Ruhr. Mehr als die Hälfte (928.901 bzw. 51,2 Prozent) von ihnen sind Nichtpendler, d.h. sie pendeln innerhalb ihres Wohnortes. Weitere 563.724 bzw. 31,1 Prozent dieser Beschäftigten pendeln innerhalb der Ruhrgebietsgrenzen. Eine geringere Anzahl 254.128 bzw. 14,0 Prozent von ihnen pendelt aus dem Ruhrgebiet in das übrige Nordrhein-Westfalen. Lediglich 68.023 bzw. 3,7 % der Beschäftigten pendeln über die Landesgrenzen hinweg. Insgesamt summiert sich die Zahl der Auspendler, die ihren Wohnsitz im Ruhrgebiet haben, auf 885.875 Beschäftigte.

Die Auspendlerziele      

Von den Auspendlerzielen der Beschäftigten, die aus dem Ruhrgebiet in das übrige Nordrhein-Westfalen einpendeln, liegt Düsseldorf mit knapp 62.000 Beschäftigten mit Abstand an der Spitze. Es folgen der Kreis Mettmann (rd. 26.600), der Märkische Kreis (rd. 19.000), Wuppertal (rd. 18.000), Krefeld (rd. 16.000), Köln (rd. 14.000), Münster, der Kreis Borken und der Kreis Kleve mit jeweils rd. 10.000 sowie der Kreis Coesfeld mit rd. 8.700.

Mitte 2018 haben 1.747.815 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in der Metropole Ruhr. Mehr als die Hälfte (928.901 bzw. 53,1 %) von ihnen sind Nichtpendler, d.h. sie bewegen sich auf dem Weg zur Arbeit  innerhalb ihrer Stadtgrenze. Weitere 184.775 bzw. 22,6 % pendeln aus dem übrigen Nordrhein-Westfalen in das Ruhrgebiet hinein. Eine geringere Anzahl der Beschäftigten 69.642 bzw. 8,5 % pendelt von außerhalb der Landesgrenzen in die Metropole Ruhr ein. Insgesamt summierte sich die Zahl der  Einpendler, die ihren Arbeitsplatz im Ruhrgebiet haben auf 818.141 Beschäftigte.

Von den Herkunftsorten der Einpendler, die aus dem übrigen Nordrhein-Westfalen in das Ruhrgebiet einpendeln, liegt der Märkische Kreis mit rd. 19.000 Beschäftigten vorne. Es folgen der Kreis Mettmann und der Kreis Kleve mit jeweils rund 15.500, Düsseldorf (rd. 15.100), der Kreis Borken (rd. 12.800), der Kreis Coesfeld (rd. 12.300), Wuppertal (rd. 11.200), Soest (rd. 10.400), Krefeld (rd. 8.000) und der Kreis Warendorf (rd. 7.200) Beschäftigten.

Pendlersaldo in den letzten Jahrzehnten negativ

Unter dem Strich fällt der Pendlersaldo in der Metropole Ruhr im Jahre 2018 mit ‑67.734 Beschäftigten erneut negativ aus, d.h. es pendeln mehr Beschäftigte aus der Metropole Ruhr aus, als in die Region hinein. Das Ruhrgebiet weist bereits seit Jahrzehnten einen negativen Pendlersaldo auf.

Lediglich in vier Ruhrgebietsstädten fällt der Pendlersaldo positiv aus: Den höchsten positiven Pendlersaldo innerhalb der Region weist Essen mit 43.520 Beschäftigten auf. Es folgen Dortmund (27.726), Bochum (2.714), Duisburg (2.381) und Hagen (1.917).

SV-Beschäftigte Pendler

Atypisch Beschäftigte

Atypisch Beschäftigte

In der Metropole Ruhr steht im Jahr 2018 knapp jeder vierte Erwerbstätige in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis

Von den rund 2,1 Millionen Erwerbstätigen in der Metropole Ruhr stehen im Jahr 2018  knapp ½ Million Beschäftigte in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis. Damit ist etwas weniger als jeder vierte Kernerwerbstätige (23,7 Prozent) in der Metropole Ruhr atypisch beschäftigt.

Zu den atypisch Beschäftigten zählen Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Arbeitsstunden je Woche, befristet oder geringfügig Beschäftigte sowie Angestellte bei Zeitarbeitsfirmen.

Im Vergleich zum Vorjahr steigen die atypischen Beschäftigungsverhältnisse von 492.000 im Jahr 2017 um 3.000 (bzw. 0,6 Prozent) auf 495.000 im Jahr 2018 nur geringfügig an.

Von den 495.000 atypisch Beschäftigten sind 327.000 bzw. 66 Prozent Frauen und entsprechend 168.000 bzw. 34 Prozent Männer. Bezogen auf alle Kernerwerbstätigen steht bei den Frauen mit 33,5 Prozent gut jede Dritte und bei den Männern mit 14,9 Prozent rund jeder Siebte in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis.

Gut 1,4 Millionen Erwerbstätige bzw. 68,6 Prozent aller Kernerwerbstätigen sind 2018 in einem Normalarbeitsverhältnis angestellt. Hiervon üben deutlich mehr Männer (846.000 bzw. 59 Prozent)) als Frauen (846.000 bzw. 41 Prozent) eine unbefristete sozialversicherungspflichtige Tätigkeit mit über 20 Wochenstunden aus, die direkt für den Arbeitgeber erbracht wird. Einer Teilzeitbeschäftigung mit weniger als 20 Stunden in der Woche gehen 323.000 bzw. 15,5 Prozent aller Kernerwerbstätigen nach. Davon sind 264.000 bzw. 82 Prozent Frauen und entsprechend 58.000 bzw. 18 Prozent Männer.

Zu den Kernerwerbstätigen zählen Erwerbstätige im Alter von 15 bis unter 65 Jahren, die sich nicht in schulischer oder beruflicher (Aus-) Bildung oder in einem Freiwilligendienst befinden. Neben den abhängig Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen bzw. in atypischer Beschäftigung zählen hierzu auch Selbstständige und mithelfende Familienangehörige. Seit dem Jahr 2017 werden im Mikrozensus Personen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, bei den Ergebnissen zur Erwerbstätigkeit nicht mehr berücksichtigt.

 

Erwerbstätige nach Einkommensklassen

Erwerbstätige nach Einkommensklassen

Das Durchschnittsnettoeinkommen in der Metropole Ruhr ist zwischen 2008 und 2018 um knapp 20 Prozent gestiegen

Im Rahmen des Mikrozensus werden auch die monatlichen Nettoeinkommen der Erwerbstätigen erhoben. Das Durchschnittseinkommen aller Erwerbstätigen lag danach im Jahr 2018 in der Metropole Ruhr bei 1.808 Euro netto im Monat. Damit stieg das monatliche Durchschnittsnettoeinkommen in der Metropole Ruhr von 1.513 Euro im Jahr 2008 um 296 Euro auf 1.808 Euro im Jahr 2018 an. Das entspricht einer Steigerungsrate von knapp 20 Prozent. In Nordrhein-Westfalen ohne die Metropole Ruhr lag das Durchschnittsnettoeinkommen im Jahr 2018 mit 1.869 Euro um 61 Euro über dem Ruhrgebietsdurchschnitt.

 

Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen immer noch erheblich

Zwischen 2008 und 2018 stiegen die Nettoeinkommen der Frauen stärker an als die der Männer. Der Durchschnittsverdienst der Frauen hat sich gegenüber dem Jahr 2008 um 344 Euro bzw. um 30,5 Prozent erhöht, bei den Männern waren es 270 Euro bzw.14,8 Prozent. Trotz der höheren Einkommenszuwächse lagen die Nettomonatsverdienste der Frauen im Jahr 2018 mit 1.474 Euro im Durchschnitt immer noch deutlich unter denen der männlichen Kollegen mit 2.095 Euro. Die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen reduzierten sich im Betrachtungszeitraum von 2008 bis 2018 von 696 Euro auf 621 Euro.

Die meisten erwerbstätigen Einkommensbezieher (527.000 bzw. 23 Prozent) verdienten zwischen 1.700 und 2.300 Euro netto im Monat. Bei den Männern fiel mehr als jeder Vierte (26,5 Prozent) in diese Gehaltsklasse, bei den Frauen war es knapp jede Fünfte (18,9 Prozent).

Mit einem monatlichen Nettoeinkommen von über 2.300 Euro zählten 651.000 bzw. 28,4 Prozent aller Erwerbstätigen in der Metropole Ruhr zu den besser Verdienenden. Davon waren 75 Prozent Männer und entsprechend 25 Prozent Frauen.

Dagegen zählten, mit einem Nettoeinkommen von unter 900 Euro rd. 422.000 bzw. 18,4 Prozent der Erwerbstätigen in der Metropolregion zu den Geringverdienern. Davon waren 69 Prozent Frauen und entsprechend 31 Prozent Männer.

Einkommensentwicklung

Die Zahl der Bezieher höherer Einkommen hat sich im Zeitraum von 2008 bis 2018 verdoppelt. Insgesamt stieg die Zahl der Erwerbstätigen, mit einem Einkommen von über 2.300 Euro von rund 324.000 im Jahr 2008 auf 651.000 im Jahr 2018 an. Die Zahl der besser verdienenden Frauen hat sich in diesem Zeitraum sogar knapp verdreifacht. Im Jahre 2008 verdienten rund 54.500 Frauen über 2.300 Euro, im Jahr 2018 waren es 163.000 Frauen. Die Zahl der Männer in dieser Gehaltsklasse stieg von 270.000 auf 488.000 an, was einer Zunahme von 81,1 Prozent entspricht.

Die Zahl der Einkommensbezieher unter 900 Euro hat sich dagegen verringert. Im Jahr 2008 verdienten 513.000 Erwerbstätige weniger als 900 Euro. Im Jahr 2018 sank die Zahl der unteren Einkommensbezieher um rund 91.100 (-17,7 Prozent) auf 422.000 Erwerbstätige.

Einkommensverteilung

Nach dem Mikrozensus stellt sich die Einkommensverteilung in der Metropole Ruhr im Jahre 2018 wie folgt dar: 18,4 Prozent der Einkommensbezieher verdienen weniger als 900 Euro, 30,3 Prozent verdienen zwischen 900 und 1.700 Euro, 23 Prozent verdienen zwischen 1.700 und 2.300 Euro und weitere 28,4 Prozent haben einen Monatsverdienst von über 2.300 Euro netto.

 

Weitere Zahlen zur Arbeitslosenquote finden Sie im Themenbereich "Arbeit und Soziales":

Erwerbstätige nach Einkommensklassen

Petra Lessing
Referat Bildung und Soziales
Team Regionale Statistik und Umfragen
lessing@rvr.ruhr
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Karim Taibi
Referat Bildung und Soziales
Team Regionale Statistik und Umfragen
taibi@rvr.ruhr
+49 201 2069-239