Aktuelles aus der RVR-Regionalstatistik

Kommunalwahl 2020 in der Metropole Ruhr

Bei der Kommunalwahl 2020 wurden gestern in der Metropole Ruhr die Stadt- und Gemeinderäte, die Kreistage, die Bürgermeister*innen und Landräte sowie zum ersten Mal in der Direktwahl die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (Ruhrparlament) gewählt.

Wahlergebnisse zu den Wahlen der Stadträte der kreisfreien Städte und Kreistage der Kreise

Die SPD liegt mit 30,6 Prozent der Stimmen in der Metropole Ruhr zwar immer noch vorne, hat aber mit einem Minus von 8,4 Punkten einen deutlichen Verlust zu verkraften. Das ist ihr bislang schlechtestes Resultat bei Kommunalwahlen in der Metropole Ruhr.

Die CDU ist mit 28,0 Prozent weiterhin zweitstärkste Kraft in der Metropole Ruhr. Sie verliert im Vergleich zu 2014 2,2 Prozentpunkte. Auch für die CDU ist das ihr bislang geringstes Ergebnis bei Kommunalwahlen in der Metropole Ruhr.

Einen deutlichen Erfolg erzielten indessen die Grünen: Sie legten um 8,3 Punkte auf 18,7 Prozent zu und sind die eindeutigen Gewinner der Kommunalwahlen in der Metropole Ruhr.

Die AfD holte 6,8 Prozent (plus 4,2) und ist damit viertstärkste Partei in der Metropole Ruhr. Die FDP kam auf 5,6 Prozent (plus 0,9), die Linkspartei auf 4,3 Prozent (minus 1,2).

Wahl des Ruhrparlaments

Die Verteilung der Parteien im Ruhrparlament entspricht in etwa dem Wahlergebnis der Kommunen, die SPD kommt hier auf 29,4 Prozent (29 Sitze), die CDU Auf 27,2 Prozent (27 Sitze), die Grünen auf 20,3 Prozent (20 Sitze), die AfD Auf 7,1 Prozent (7 Sitze) die Linke auf 4,1 Prozent (4 Sitze) und die FDP auf 3,7 Prozent (4 Sitze).

Wahl des OB

In vielen Städten in der Metropole Ruhr wird es Stichwahlen zum Amt des Bürgermeisters geben, wie z.B. in Dortmund, Gelsenkirchen, Oberhausen, Hamm, Mülheim an der Ruhr. In Bochum (SPD), Essen (CDU), Hagen (Parteilos) und Herne (SPD) sind die Amtsinhaber direkt bestätigt worden. In Duisburg stand keine Wahl des OB an, der dortige Oberbürgermeister ist bis 2025 gewählt.

Die Wahlbeteiligung liegt in der Metropole Ruhr mit 47,2 Prozent leicht über dem Niveau von 2014 (46,8 Prozent) und deutlich unter der Wahlbeteiligung für NRW ohne die Metropole Ruhr (53,5 Prozent).

Petra Lessing
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