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DAS RUHRGEBIET WIRD AUSTRAGUNGSORT DER EUROPÄISCHEN NOMADISCHEN BIENNALE MANIFESTA IM JAHR 2026

Essen (idr). Das Ruhrgebiet wird im Jahr 2026 Austragungsort der renommierten Europäischen Nomadischen Biennale Manifesta der International Foundation Manifesta (IFM). Das erstmals direkt gewählte Ruhrparlament hat in seiner konstituierenden Sitzung am 11. Dezember einstimmig der Ausrichtung der 16. Ausgabe der Manifesta zugestimmt. Der Regionalverband Ruhr (RVR) wird Lead-Partner dieses Großereignisses.

Eine gemeinsame Initiative von Kunstinstitutionen und Kulturschaffenden hatte zuvor den international besetzten Manifesta-Stiftungsrat überzeugt und den Zuschlag für das im zweijährlichen Rhythmus an unterschiedlichen Orten Europas stattfindende Kunst-Ereignis erhalten.

Hedwig Fijen, Direktorin der Manifesta, zu der Entscheidung: "Das Ruhrgebiet hat mit einem besonders spannenden Konzept von urbanistischer Tragweite überzeugt. Das Ruhrgebiet entwickelt gerade eine neue Identität – auch als logistisches Zentrum im Herzen Europas mit dem Endpunkt der neuen Seidenstraßen im Duisburger Hafen."

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel erklärt: "Die gemeinsame Initiative aus dem Ruhrgebiet hat erneut unter Beweis gestellt, wie erfolgreich die Region auch international ist, wenn sie ihre Kräfte bündelt. Die Manifesta 16 bietet zukunftsweisende Impulse für die Kulturmetropole Ruhr und stärkt die vorhandenen Netzwerke. Der Regionalverband Ruhr ist zehn Jahre nach der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 der ideale Lead-Partner für die Umsetzung dieses herausragenden internationalen Kulturereignisses."

Die Initiatorinnen und Initiatoren sehen die Manifesta 16 als Chance, um sich gemeinsam auf künstlerischer und gesellschaftlicher Ebene der Frage zu widmen, wie sich eine globale Logistik mit neuen Handelswegen, digitalen Ökonomien und veränderten Arbeitsbedingungen im Herzen Europas auswirken. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Verschiebungen in den globalen Kräfteverhältnissen möchte die Manifesta 16 deren konkrete Auswirkungen im Ruhrgebiet in den Blick nehmen.

Dem interdisziplinären Zusammenschluss, der die Manifesta in der Metropole Ruhr auf den Weg gebracht hat, gehören an: Markus Ambach (Freier Kulturproduzent), Inke Arns (Direktorin Hartware MedienKunstVerein), Peter Gorschlüter (Direktor Museum Folkwang), Heinrich Theodor Grütter (Direktor Stiftung Ruhr Museum), Stefan Hilterhaus (Künstlerischer Leiter PACT Zollverein), Olaf Kröck (Intendant Ruhrfestspiele Recklinghausen), Hans-Peter Noll (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein), Britta Peters (Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr) und Stefanie Reichart (Referatsleitung Kultur und Sport Regionalverband Ruhr). Sukzessive wird sich die Gestaltung der „Manifesta“ um weitere regionale und internationale Perspektiven erweitern.

Die Initiator*innen wurden im Bewerbungsprozess vom RVR, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und namenhaften Stiftungen maßgeblich unterstützt.

Online-Redaktion
Team Medien und Internet