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IW-Studie im Auftrag des RVR: Wasserstoff kann CO2-Ausstoß im Ruhrgebiet um mehr als 70 Prozent senken

Essen/Köln (idr). Wasserstoff-Technologien haben das Potenzial, den Weg zur angestrebten Klimaneutralität bis 2050 stark zu beschleunigen. Zu diesem Ergebnis kommt der "CO2-Kompass Metropole Ruhr", den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr (RVR) erstellt hat. Die Berechnung zeigt, dass im Ruhrgebiet jährlich bis zu 25,5 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid außerhalb der Energiewirtschaft eingespart werden könnten, wenn in den kommenden Jahren konsequent in Wasserstoff investiert wird.

Im Jahr 2050 könnte allein durch gezielte Maßnahmen in den Bereichen Industrie, Verkehr und Wärmeerzeugung im Ruhrgebiet 72 Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden als noch 2018.

Die Industrie mitsamt allen energiewirtschaftlichen Prozessen sowie die Wärmeversorgung mit Kleinfeuerungsanlagen und der Sektor Verkehr sind in Deutschland für 99,4 Prozent der Kohlenstoffdioxid-Emissionen verantwortlich. Damit sind es gleichzeitig die Sektoren mit dem höchsten Einsparpotenzial beim Einsatz von Wasserstoff-Technologien und die Treiber eines schnellen Markthochlaufs für die Produktion und Nutzung von Wasserstoff, so das IW. In der Studie werden die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff-Technologien ermittelt und auf Basis der heutigen Emissionen der künftige Verbrauch errechnet, aus dem sich die Einsparpotenziale für 2050 ergeben.

Als bundesweit größter Emittent ist die Industrie mitsamt allen energiewirtschaftlichen Prozessen für 62 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Im Ruhrgebiet liegt der Anteil um mehr als zehn Prozentpunkte höher. Treiber ist dabei insbesondere die Stahlbranche. Damit hat die Stahlindustrie der Metropole Ruhr eine besonders relevante Hebelwirkung bei der Durchsetzung der bundesweiten Klimaziele.

"Die Metropole Ruhr überzeugt schon heute als Wasserstoff-Standort mit einer europaweit einzigartigen Dichte an industriellen Anlagen, die Wasserstoff erzeugen, sowie einer flächendeckenden Infrastruktur und exzellenten Forschungsinstituten", so RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. "Diese Voraussetzungen begünstigen den Aufbau einer international orientierten Wasserstoff-Wirtschaft hier vor Ort und bergen enorme Beschäftigungspotenziale."

Bereits mit seinem Wasserstoff-Ranking machte das IW im bundesweiten Vergleich der Wasserstoff-Regionen Deutschlands deutlich, dass das Ruhrgebiet aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur beste Ansatzpunkte hat, um eine umfassende Wasserstoff-Wirtschaft aufzubauen – und somit zu einem europäischen Zentrum der neuen Technologien zu werden.

Die Studie wurde im Rahmen der Standortmarkteting-Kampagne des RVR erstellt.

Die Kampagne im Netz:

metropole.ruhr 

Online-Redaktion
Team Medien und Internet