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Besucherzentrum Hoheward: RVR, Herten und Recklinghausen verlängern Kooperation / Auch Trainingsbergwerk Recklinghausen wird fortgeführt

Essen/Herten/Recklinghausen (idr). Der Ausschuss für Klima, Umwelt und Ressourceneffizienz des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, das Besucherzentrum Hoheward weiter gemeinsam mit den Städten Herten und Recklinghausen zu betreiben.

Der Kooperationsvertrag wird bis Ende 2026 verlängert. Der RVR beteiligt sich mit 185.000 Euro Sachmitteln, 240.000 Euro Personalkosten und vier Planstellen, die Stadt Herten mit 60.000 Euro und die Stadt Recklinghausen mit 36.000 Euro. Die finale Entscheidung trifft die RVR-Verbandsversammlung am 25. Juni.

Ausschussvorsitzende Martina Schmück-Glock betont: "Der Landschaftspark Hoheward ist längst zu einem Wahrzeichen der Metropole Ruhr geworden. Das ist auch der Verdienst des Besucherzentrums. Mit attraktiven touristischen Angeboten hat das Service-Zentrum die Haldenlandschaft Ruhrgebiet als wichtigen Bestandteil der Route der Industriekultur stärker ins Bewusstsein einheimischer und auswärtiger Besucher gerückt."

Als Informationsstelle für die Haldenlandschaft der Metropole Ruhr und das radrevier.ruhr bietet das Besucherzentrum an sechs Tagen in der Woche Service aus einer Hand: Informationen und Publikationen, Führungen, Veranstaltungen, Ticketverkauf, Radkarten, Bücher und Souvenirs. Die Anlaufstelle am Zukunftsstandort Ewald mit vier festen Mitarbeitern und etwa 20 Gästeführern zählte in der Zeit vor der Corona-Pandemie jährlich mehr als 130.000 Gäste. Als zusätzliche Beratungsstelle mit zwei Saisonkräften öffnet in der Hauptsaison von April bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen der Informationspunkt auf Recklinghäuser Stadtgebiet, nahe der Drachenbrücke.

Der Landschaftspark Hoheward ist mit 220 Hektar Fläche die größte Haldenlandschaft Europas. Allein bis zum Jahr 2015 hat der RVR über 30 Millionen Euro in den Umbau und die Gestaltung der Haldenlandschaft investiert. Im Rahmen von Emscherland 2020 und der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027 sind weitere Investitionen im zweistelligen Millionenbereich geplant.

Trainingsbergwerks Recklinghausen

Grünes Licht gab der RVR-Ausschuss auch für den Betrieb des Trainingsbergwerks Recklinghausen über 2021 hinaus. Der RVR hat das Trainingsbergwerk 2019 übernommen, um das Areal als Erlebnisbergwerk zu sichern. Betrieb und die Unterhaltung sichert der Verein Trainingsbergwerk Recklinghausen. In einem Nutzungsvertrag hat der RVR dem Verein die Grundstücke und Gebäude überlassen und eine Erprobungszeit bis Ende 2021 vereinbart. Innerhalb dieses Zeitraums sollte der Standort als neuer touristischer Standort in der Metropole Ruhr etabliert werden.

Trotz der widrigen Umstände, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, konnte der Verein die Jahre 2019 und 2020 wirtschaftlich positiv abschließen. Der bestehende Nutzungsvertrag wird daher unverändert fortgeführt. Damit soll dem Verein frühzeitig die erforderliche Planungssicherheit für Investitionen in den Standort, das Einwerben von Spenden sowie für die weitere Vermarktung gegeben werden.

hoheward.rvr.ruhr

Online-Redaktion
Team Medien und Internet