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Dr. Frank Dudda zur Austrittsdebatte im Kreis Wesel

Nach RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel äußert sich aktuell der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Dr. Frank Dudda, zur Austrittsdebatte im Kreis Wesel.

Essen. Das Ruhrgebiet ist attraktiv und einmalig, weil es beides hat: lebendige urbane Städte und landschaftlich reizvolle Naturräume. Diese spannende Stadt-Land-Beziehung wird im Regionalverband Ruhr (RVR) seit Jahrzehnten gelebt und gepflegt. Dr. Frank Dudda, Vorsitzender der Verbandsversammlung und Oberbürgermeister der Stadt Herne, wirbt im Vorfeld der Kreistagssitzung um den Verbleib des Kreises Wesel im RVR.

„Der Kreis Wesel ist ein zentraler Bestandteil dieser Stadt-Land-Beziehung und ein wertvoller Teil der gesamten Metropole Ruhr. Daher wollen wir als Region sehr gerne die positive Entwicklung der letzten Jahre an Rhein und Ruhr gemeinsam fortsetzen. Ich lade alle Abgeordneten im Kreistag ein, ob eher Ruhri oder Niederrheiner, im RVR zu bleiben. Mich persönlich würde das sehr freuen.“

Welche Beachtung das Ruhrgebiet erfährt, konnten die Oberbürgermeister und Landräte im RVR jüngst beim Besuch in Berlin bei Bundeskanzler Olaf Scholz erleben. Der Kanzler hat den Städten und Kreisen Unterstützung bei der Lösung der Altschuldenproblematik zugesagt, genauso wie kurzfristige Hilfen bei der Verteilung und Unterbringung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine. „Keine Stadt, kein Kreis bekommt allein diese Aufmerksamkeit. Das gelingt uns nur, wenn wir gemeinsam als Metropole Ruhr auftreten“, betont Dr. Dudda. Und ergänzt: „Auch bei unserem ehrgeizigen Ziel, grünste Industrieregion der Welt zu werden, nehmen wir den Kreis Wesel mit. Denn der Kreis hat beides zu bieten: industriell geprägten Mittelstand und Natur pur.“

Der Vorsitzende der Verbandsversammlung verweist auch auf die Leistungen der Regionalplanung im RVR in der Vergangenheit. Dr. Dudda: „Fakt ist, dass im Kreis Wesel in den vergangenen Jahren die meisten Regionalplanänderungsverfahren durchgeführt worden sind, um die gewerblich-industrielle Entwicklung zu unterstützen oder die städtebauliche Entwicklung durch die Festlegung neuer Siedlungsbereiche zu fördern. Ein Drittel der mehr als 20 Regionalen Kooperationsstandorte liegen im Kreis Wesel und sind wertvolle Flächen für die Ansiedlung von Unternehmen und Arbeitsplätzen.“ Gelungen Beispiele für die planerische Zusammenarbeit zwischen dem RVR und dem Kreis Wesel sind die Entwicklung der Häfen Deltaport und Emmelsum.

Dem Vorsitzende im Ruhrparlament ist zudem wichtig zu betonen: „Würde die Bezirksregierung in Düsseldorf die Regionalplanung für den Kreis Weselübernehmen, wäre sie bei der Festlegung von Auskiesungsflächen an die gleichen landesplanerischen Vorgaben des Landesentwicklungsplan gebunden, wie sie dem Ansatz des RVR im Regionalplan Ruhr zugrunde liegen. Daher ist nicht zu erwarten, dass die Bezirksregierung Düsseldorf zu einer gänzlich anderen Flächenkulisse kommen würde.“

Mit den planerischen Leistungen und den weit über die Kreisgrenzen bekannten Angeboten des RVR für den Kreis Wesel, wie beispielsweise dem Informationszentrum Bislicher Insel in Xanten, dem neu eröffneten Hohe Mark Steig oder der Haldenlandschaft, kommt Dr. Dudda zu dem Schluss:

„Der Blick muss nach vorne gehen, auf die wirtschaftliche und touristische Weiterentwicklung des Kreises Wesel, zusammen mit dem RVR und den anderen Städten und Kreisen im Ruhrgebiet.“

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