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Studie zu problematischer Internetnutzung: Gestresste Menschen erliegen häufig der Versuchung

Duisburg (idr). Menschen mit problematischer Internetnutzung erleben häufiger Stress und schlechte Stimmung. Ausschlaggebend dafür, ob sie tatsächlich online gehen, ist jedoch vor allem die Versuchung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Duisburg-Essen. Die Studie legt nahe, dass es wirksamer sein könnte, Menschen dabei zu unterstützen, Momente der Versuchung zu erkennen und sie zu bewältigen, als sich ausschließlich auf psychische Belastungen zu konzentrieren.

 

Problematische Internetnutzung beschreibt ein Verhalten, bei dem Online-Angebote wie Gaming, Pornografie, Shopping oder Social Media so viel Raum einnehmen, dass sie den Alltag spürbar beeinträchtigen. Für die Untersuchung des Duisburger Forschungsteams beantworteten rund 900 Erwachsene über einen Zeitraum von zwei Wochen jeden Abend Fragen zu ihrer Stimmung, ihrem Stressniveau, der Versuchung, online zu gehen, ihrer Nutzungsdauer sowie zu den Folgen. Außerdem wurde erfasst, ob sie Freude oder Erleichterung empfanden und andere Aktivitäten vernachlässigten. Die Studie zeigt, dass die Versuchung, online zu gehen, eine entscheidende Verbindung zwischen Stress, Stimmung und problematischer Internetnutzung ist.

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Dr. Silke M. Müller, Andreas Oelker, Telefon: 0203/379-2253, -2253, E-Mail: silke.m.mueller[at]uni-due.de, andreas.oelker[at]uni-due.de

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