Die regionale Klammer für das Ruhrgebiet

100 Jahre gestalten, entwickeln und bauen

Mit dem Rad über die Trasse, ein Spaziergang im Revierpark oder ein Haldenbesuch mit atemberaubendem Ausblick: Das Ruhrgebiet hat viel zu bieten. Der Regionalverband Ruhr (RVR) leistet dazu einen entscheidenden Beitrag – und das seit bereits 100 Jahren.

Die Arbeit und Verdienste des RVR sind vielschichtig. Internationale Bauaustellung Emscher Park, Kulturhauptstadt 2010, Radschnellweg Ruhr. Diese Projekte hatten und haben internationale Strahlkraft. Als Gestalter hat der RVR eine Region geprägt, die sich im vergangenen Jahrhundert extrem gewandelt hat – von der Montanindustrie zur Metropole Ruhr. In seinen vielfältigen Funktionen als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister und Projektträger schafft er ein lebenswertes Umfeld für die rund 5,2 Millionen Menschen, die hier wohnen und arbeiten.

Chronik eines regionalen Verbandes für den Ruhrkohlenbezirk

1912: Aufstellung eines ersten Siedlungsplanes

Die Vision einer gemeinschaftlich für das Ruhrgebiet wirkende Planungseinheit wird mit der Entwicklung des ersten Generalsiedlungsplan für das Ruhrgebiet als „Denkschrift betreffend Grundsätze zur Aufstellung eines General-Siedlungsplanes für den Regierungsbezirk Düsseldorf" in die Tat umgesetzt. Die Denkschrift bildete die konzeptionelle Grundlage funktionaler Raumplanung der neuen Organisation. Die Planungsziele, die mit Robert Schmidt als geistiger Vater und erster gewählter Verbandsdirektor damit verfolgte, haben bis heute Gewicht. Mit der Ausbreitung der Industrie und der starken Bevölkerungsentwicklung wurden somit wertvolle Freiräume erhalten und ein leistungstarkes Infrastrukturnetz geregelt.

5. Mai 1920

Verfassungsgebende Preußische Landesversammlung beschliesst am 5. Mai 1920 in Berlin einstimmig das Gesetz zur Gründung des Verbandes.

3. September 1920

Gründung des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk (SVR) und Wahl des Essener Beigeordneten Dr. Robert Schmidt zum ersten Verbandsdirektor.

1979

Aus dem Siedlungsverband wird der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR). Grundlage ist die Änderung des Gesetzes über den Verband.

2004

Novellierung des Verbandsgesetzes.
Aus dem Kommunalverband Ruhr wird der Regionalverband Ruhr (RVR).

2009

Übertragung der staatlichen Regionalplanung an den RVR. Damit endete die drei Jahrzehnte dauernde planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets.

2020

Erstmalig die Direktwahl des Ruhrparlaments für alle wahlberechtigten Bürger und Bürgerinnen im Ruhrgebiet, am 13. September 2020 (Kommunalwahl NRW).

Heute beschäftigt der Regionalverband rund 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Heutige Aufgaben:

  • staatliche Regionalplanung in der Metropole Ruhr
  • Träger von Infrastrukturprojekten
  • Schutz und Pflege der Umwelt durch Sicherung von Freiflächen
  • regionale Wirtschafts- und Tourismusförderung
  • Öffentlichkeitsarbeit für die Region

Verbandsdirektion seit Gründung

seit 1. August 2011: Karola Geiß-Netthöfel (SPD)

2005 bis 2011: Heinz-Dieter Klink (SPD)

2004 bis 2005: Christa Thoben (CDU)

1995 bis 2004: Gerd Willamowski (SPD)

1978–1994: Jürgen Gramke (SPD)

1967–1978: Heinz Neufang (SPD), 

1965–1966: Friedrich Halstenberg (SPD)

1959–1965: Josef Umlauf

1951–1957: Sturm Kegel (CDU)

1945–1951: Philipp Rappaport

1937–1945: Albert Lange

1920–1932: Robert Schmidt