Programm- und Zukunftsbuch zum Jubiläum

Es gibt wenige Regionen, die sich im vergangenen Jahrhundert so stark gewandelt haben wie das Ruhrgebiet. Was bedeutet das für einen Regionalverband, der in solch einem dynamischen Umfeld agiert? Darauf wirft erstmals das Programm- und Zukunftsbuch „Vom Ruhrgebiet zur Metropole Ruhr – Die Stadt der Städte“ einen umfassenden Blick.

„Vom Ruhrgebiet zur Metropole Ruhr – Die Stadt der Städte“

Die 100-jährige Geschichte des Regionalverbands Ruhr (RVR) ist untrennbar mit der Geschichte der Region verbunden. Rapider Strukturwandel erfordert höchste Flexibilität – was der Verband mit Bravour meisterte: Sein Aufgabenspektrum wuchs kontinuierlich. Gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen übernimmt er inzwischen eine beachtliche Anzahl von Aufgaben in der Region. Die Publikation erzählt im ersten Teil die wechselvolle Geschichte einer Institution, ihrer Projekte, Formate, Trägerschaften und Allianzen – stets vor dem Hintergrund der Ruhrgebietsgeschichte und der politischen Geschichte eines Landes. Sie endet in der Gegenwart, im Jahr 2020.

Im zweiten Teil stehen aktuelle Strategien, Cluster und Leitprojekte des RVR im Mittelpunkt.
Verantwortliche Akteure geben Einblicke in die Agenda mit Projekten wie dem Radschnellweg Ruhr, der Grünen Infrastruktur und der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027.

Mit Texten, Bildern und Plänen wird der innere Masterplan der Metropole Ruhr sichtbar.

Für den essayistischen dritten Teil konnte der Regionalverband namhafte Autoren gewinnen, die Fragen und Themen regionaler Relevanz erörtern.

Gut zu Wissen

"Vom Ruhrgebiet zur Metropole Ruhr" -
Die Stadt der Städte

Karola Geiß-Netthöfel / Dieter Nellen / Wolfgang Sonne (Hg.) für den Regionalverband Ruhr (RVR)
Hardcover, 24 × 32 cm, 240 Seiten, 200 farb. Abb., Deutsch
ISBN 978-3-86859-584-0
45,00 EURO (D)

Das Buch kann ab dem 6. Mai 2020 bestellt werden.

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Tradition des Verbandes: Räumliche Entwicklung steuern

Mitherausgeber Wolfgang Sonne (Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Dortmund und wissenschaftlicher Leiter des Baukunstarchivs NRW) berichtet über eine Tradition des RVR, die den meisten Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr bewusst sein dürfte: den Städtebau. 

Anfang des 20. Jahrhunderts wirkte der Verband beispielsweise an der Planung des Moltkeviertels in Essen mit, um adäquaten Wohnraum für die bürgerliche Schichten zu schaffen.

Diese Tradition ging im Laufe der Jahrzehnte über in eine funktionale Raumplanung (z. B. Radschnellweg Ruhr).

Regionale Transformation aus Expertensicht

Christoph Zöpel beendet mit seinem Essay zur Agglomeration Ruhr das Programm- und Zukunftsbuch – kein Zufall. Zöpel war Minister für Landes- und Stadtentwicklung (1980–85) bzw. für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr (1985–90) in NRW. Er übte sein Amt in einer Zeit aus, als die Zukunft der stillgelegten Zechen zur Debatte stand. Bewahren oder abreißen?

Zöpel bekannte sich frühzeitig zur Industriekultur und wurde so zum Retter der Zeche Zollverein. Ihm ist es zu verdanken, dass auf dem Gelände heute keine Lebensmitteldiscounter stehen, sondern Besucher aus aller Welt ein UNESCO-Weltkulturerbe besichtigen können.

Weitere Autorinnen und Autoren wie Reiner Burger (FAZ), Barry Gamble, Ruth Hanisch (Wien, ETH Zürich) und Claus Leggewie teilen ihre Sicht auf die Metropole Ruhr und leisten damit einen spannenden Beitrag zur Ruhrgebietsgeschichte.

Die Publikation richtet sich an alle, die an regionaler Transformation interessiert sind.

Sie erscheint im Mai 2020 im Berliner JOVIS Verlag, einem der renommiertesten internationalen Verlage für Architektur, Stadt-, Regional- und Landschaftsplanung.

Kontaktbox(en)

Thorsten Kröger
Leiter des Büros der Regionaldirektorin
kroeger@rvr.ruhr
+49 201 2069-338