Bildungsforum Ruhr 2019 in Hamm

Ende der Kreidezeit – Digitale Bildung im Dschungel der Strukturen

Die Digitalisierung an Schulen ist das Thema des 8. Bildungsforums Ruhr des Regionalverbandes Ruhr am 7. November 2019 in Hamm.

Wie sollte die Digitalisierung an Schulen gestaltet werden?

Vor welchen Herausforderungen und Chancen steht dabei die Bildungsregion Ruhr?

Welche Akteure und Fachkräfte sollten wie in den Prozess eingebunden werden?

Online-Anmeldung
[Anmeldeschluss: 30. Oktober 2019]
 

Gut zu wissen

Der RVR veranstaltet das Bildungsforum Ruhr in Kooperation mit den kommunalen Bildungsbüros der Bildungsregion Ruhr.

Das Bildungsforum findet 2019 zum achten Mal statt.

Zuvor hat die Veranstaltung u. a. Station gemacht in:

Oberhausen, Gelsenkirchen, Mülheim, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Dortmund und Essen.

Programm 2019

Moderator: Martin von Berswordt-Wallrabe

09.45 Uhr

Eröffnung
Dr. Britta Obszerninks, Sprecherin der Beigeordnetenkonferenz Bildung der Metropole Ruhr
Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin Regionalverband Ruhr
Monika Simshäuser, Vorsitzende des Kultur- und Sportausschusses beim Regionalverband Ruhr

10.00 UhrInputvortrag
Strukturelle Rahmenbedingungen der Digitalisierung im Schulbereich in NRW – neue Forschungsbefunde und mögliche Perspektiven für nachhaltig wirksame Entwicklungen
Prof. Dr. Birgit Eickelmann, Universität Paderborn
11.00 Uhr

Barcamp - Best Practice Beispiele und Praxistipps (3 Runden á 20 Minuten)
digiCircle Hamm – Unterricht digital!, Christiane Simon und Björn Grote, Stadt Hamm
Masterplan digitale Bildung, Martin Depenbrock, Stadt Dortmund
Gemeinsamer Orientierungsrahmen, Wilfried Mohring und Andrea Hahn, Kreis Coesfeld
Unit 21 – das virtuelle Klassenzimmer, Carola Schöfisch, Stadt Unna
Alleine gut – gemeinsam besser! Zusammenarbeit im Netzwerk gestalten, Martin Decker, Regionale Geschäftsstelle des Bildungsnetzwerkes im Kreis Warendorf
Gute Praxis, Jürgen Hilger Schulleiter der GHS, Graf-Recke-Straße, Düsseldorf
IT-Ausstattung an Schulen, Heinz-Josef Becker, Rhein-Kreis Neuss

12.15 UhrMittagessen
13.15 UhrWorkshops (1. Runde)
14.15 UhrKaffeepause
14.30 UhrWorkshops (2. Runde)
15.30 UhrZusammenfinden im Plenum
15.45 UhrAbschlussrunde
Wie kann Digitalisierung gute Bildung unterstützen?
Dr. Britta Obszerninks, Sprecherin der Beigeordnetenkonferenz Bildung der Metropole Ruhr
Stefan Drewes, LVR-Zentrum für Medien und Bildung und Leiter der Medienberatung NRW
Prof. Dr. Birgit Eickelmann, Universität Paderborn
16.15 UhrVeranstaltungsende

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Kurzbeschreibung Workshops (Erste Runde)

Kurzbeschreibung Workshops (Erste Runde)

1. Wasserstandsmeldung zur zukunftsorientierten Medienentwicklungsplanung

mit Dr. Detlef Garbe, Medienentwicklungsplanung

Zwei in der Praxis der Medienausstattung von Schulen gebräuchliche Begriffe werden in den Förderrichtlinien zur Umsetzung des DigitalPakts bislang vermieden – der Medienentwicklungsplan und das Medienkonzept einer Schule. Der Medienentwicklungsplan ist das Planungsinstrument des Schulträgers, in das alle technischen Überlegungen hinsichtlich der Infrastruktur, die pädagogischen Überlegungen der Schulen und damit verbunden eine Ausstattungskonzeption einfließen. Kommunalpolitisch wesentlich ist der finanzielle Teil des Medienentwicklungsplans; hier müssen die Politiker*innen den Kosten für Investition, Aufwand und Folgekosten zustimmen

4. Digital.Umfassend.Lernen im regionalen Bildungsverbund

mit Klaus Trimborn, Landeskoordinator des MSB für zdi.NRW

Wie kommt digitale Fachkompetenz in die Schule? Wie können Lehrer*innen, wie Schüler*innen unterstützt werden, den explosionsartig wachsenden Veränderungen in der digitalen Welt zu begegnen? Wie können schulexterne Bildungspartner aus Hochschulen, Unternehmen und Institutionen in partnerschaftlichen regionalen Bildungsnetzwerken dazu beitragen? Wie gewinnt man als Schule externe Partner und wie können MINT-Netzwerke ihre Angebote an Schulen erfolgreich platzieren? Die Begründer des zdi-Netzwerks IST.Bochum.NRW (Innovation.Schule.Technik), der ersten MINT-Region in NRW - Pilotprojekt der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW im Jahr 2006, stellen an konkreten Beispielen ihrer umfassenden Erfahrungen in einem außergewöhnlich umfangreichen Bildungsnetzwerk vor, wie dies gelingen kann. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen des Workshops wird versucht, Umsetzungsmöglichkeiten für die eigene Schule und Region zu erarbeiten. Das Medienkonzept der Schule ist Teil der schulspezifischen Programmarbeit und der inneren Schulentwicklung. Idealerweise enthält es die fachspezifische und fächerübergreifend didaktisch-methodische Planung sowie eine prozesshafte Fortbildungsplanung für das Kollegium. Im Workshop wird über Erfahrungen aus 17-jähriger MEP-Praxis und neuere Entwicklungen berichtet.

2. Von der Zukunft her denken - Wie geht das?

mit Myrle Dziak-Mahler, Universität zu Köln

Die digitale Transformation der Gesellschaft fordert ein radikales Umdenken: Wie sollen wir Bildungs- und Lernziele, Bildungsinhalte und Curricula entwickeln, wenn wir die Gesellschaft von morgen nicht kennen? Welche Berufe wird es noch geben? Welche neuen Berufsbilder werden entstehen? Welche (informations-)technischen Neuerungen werden das Lernen verändern? Wie wird sich Schule sich im 21. Jahrhundert entwickeln? Der Workshop lädt sie dazu ein, einmal die Blickrichtung und damit die Denkweise zu verändern. Es werden Methoden vorgestellt und ausprobiert, die das Denken aus der Zukunft für die Zukunft ermöglichen.

5. „Alle an einem Tisch“ – digitalen Wandel mit kommunalem Bildungsmanagement gestalten

mit Kirsten Althoff, Transferagentur NRW

Die Gestaltung des digitalen Wandels stellt vielerorts eine Herausforderung für Schulträger und Schulen dar. Kommunales Bildungsmanagement kann hier unterstützen, indem Bildungsakteure zum Dialog angeregt und Strategien für Abstimmungsprozesse entwickelt werden. Am Beispiel des Regionalen Bildungsbüros im Kreis Gütersloh und des Zentrums für digitale Bildung (ZdB) werden Instrumente, praktische Ansätze und Erfahrungen vorgestellt, die ein gemeinsames Verständnis von digitaler Bildung vor Ort befördern.

Die Teilnehmenden haben im Workshop die Gelegenheit, sich zur Übertragbarkeit der Konzepte und Maßnahmen in Ihrer Kommune/Institution auszutauschen und eigene Erfahrungen einzubringen.

3. Der DigitalPakt kommt - Keine Förderung ohne Konzept

mit Karl-Georg Sommer, Gigabit-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Arnsberg

Der DigitalPakt ermöglicht Schulträgern die Beantragung von Fördergeldern zur Ausstattung von Schulen mit digitaler Infrastruktur und Arbeitsgeräten. Im Rahmen des Workshops werden die Voraussetzungen für die erfolgreiche Beantragung von Fördergeldern im Regierungsbezirk Arnsberg dargestellt.

Insbesondere wird auf das technisch-pädagogische Einsatzkonzept und die unterschiedlichen Fördersäulen eingegangen. Abschließend wird die Möglichkeit geboten auf individuelle Fragen einzugehen.

6. Durch Kooperation zum Erfolg

mit Wolfram Schmitz, Schulamt Düsseldorf

Kurzbeschreibung Workshops (Zweite Runde)

Kurzbeschreibung Workshops (Zweite Runde)

1. Medienzentren als Unterstützer der Digitalen Bildung

mit Elisabeth Haring und Sabine Bodner, Landesarbeitskreis kommunale Medien NRW

Der Ausbau der Digitalen Bildung innerhalb der Kommunen und Kreise braucht Unterstützungsstrukturen.  Medienzentren können über ihre Vermittlerfunktion zwischen Schulträger, Schulaufsicht und Schule und ihre langjährigen Partnerschaften zu Schulen diese Strukturen bieten. Ein gut aufgestelltes Medienzentrum kann ein Gelingensfaktor zur Umsetzung digitaler Bildungsziele sein. Drei unterschiedlich organisierte Medienzentren aus NRW zeigen beispielhaft wie sich die digitalen Bildungsoffensiven von Kommune, Land und Bund effizient verbinden lassen.

4. Reality Check: Medienkompetenz

mit Prof. Dr. Eik-Henning Tappe, FH Münster

Medienkompetenz ist ein geflügelter Begriff, der vor allem im Laufe der voranschreitenden Digitalisierung abermals eine Renaissance feiert. Der tatsächliche Kern bleibt jedoch häufig diffus, was nicht gerade zur Erleichterung bei der Entwicklung von pädagogischen und strategischen Handlungskonzepten führt. 
Um im Workshop gemeinsame über Chancen und Hürden der Medienkompetenzvermittlung diskutieren zu können, sollen folgende Fragen im Fokus stehen: Wo findet bereits Medienkompetenzvermittlung statt? Was wird benötigt, um eine nachhaltige (kommunale) Vermittlung zu etablieren? Sind Pädagog*innen den definierten Herausforderungen und Ansprüchen überhaupt gewachsen?

2. Unterstützung für Schulträger und Schulen in der digitalen Welt

– Die Medienberatung NRW und ihre Partner

mit Birgit Giering, Medienberatung NRW

Der Umgang mit und die Umsetzung der Digitalisierung in Schule und Bildung ist eine spannende, aber gleichsam ressourcenintensive Aufgabe. Schulen und Schulträger können und müssen die damit verbundenen Herausforderungen nicht ohne externe Unterstützung angehen. Der Workshop bietet Informationen rund um das Thema Unterstützungssysteme in NRW und benennt die vielfältigen Aufgabenfelder durch die die Medienberatung NRW sowohl Schulträger, als auch Schulleitungen und Lehrkräfte bei der Umsetzung der Digitalisierung unterstützt.

5. ZukunftsBildung Ruhr: Ein Werkstattbericht aus dem Themenforum Digitalisierung

mit Dr. Britta Schröder, Stiftung TalentMetropole Ruhr gGmbH

ZukunftsBildung Ruhr ist ein partizipativer Prozess zur Verbesserung von Bildungschancen im Ruhrgebiet, der 2017 gestartet wurde. Zuerst werden zentrale Ergebnisse aus dem Themenforum Digitalisierung vorgestellt. Dann veranschaulicht ein aktuelles Projekt unter Beteiligung von Schule, Unternehmen, Universität und Non-Profit-Organisation (NPO), wie die Kompetenzen im digitalen Bereich durch Kooperation „auf Augenhöhe“ signifikant verbessert werden können.

3. Medienintegration als Schulentwicklungsprozess in regionalen Netzwerken NRW

mit Daniel Diekmann, Universität Duisburg-Essen

Das Learning Lab der Universität Duisburg-Essen steuert und untersucht auf Basis Gestaltungsorientierter Bildungsforschung die Medienintegration in regionalen Schulnetzwerken in NRW. In diesen Netzwerken arbeiten alle relevanten Akteure (Schulen, Schulträger, Fortbildungsakteure, technische Dienstleister usw.) gemeinsam an umfassenden und arbeitsteiligen Lösungen für eine nachhaltige Medienintegration, welche als eine Querschnittsaufgabe der Schulentwicklung mit Auswirkungen auf Personalentwicklung, Unterrichtsentwicklung, Schulorganisation und technische Ausstattung verstanden wird.
In diesem Workshop wird die Arbeitsweise der Schulnetzwerke vorgestellt. Dabei werden insbesondere auch die Zielvorstellungen und Motivationen der Netzwerkakteure (vor allem auch der jeweiligen Kommunen) hinsichtlich ihrer Beteiligung am Netzwerk dargelegt. Im Anschluss können in einer Diskussion bestimmte Aspekte vertieft und/oder Erfahrungen, Perspektiven und Strategien der Teilnehmenden ausgetauscht werden.

6. Das e-School Konzept

mit Wolfram Schmitz, Schulamt Düsseldorf

drei Kontaktboxen

Dr. Farina Nagel
Referat Bildung und Soziales
Bildung und Soziales
nagel@rvr.ruhr
+49 201 2069-390