Bildungsforum Ruhr 2020

Workshops am Nachmittag, 30. November 2020, ab 12.45 Uhr

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Workshop 1

Verschärfung der Bildungsungleichheit im Ruhrgebiet durch COVID

„DIE LERNVERLUSTE, DIE IN DIESER KRISE ENTSTANDEN SIND, DIE KANN MAN WAHRSCHEINLICH MIT DREI PROZENT VERLORENEM LEBENSEINKOMMEN IM DURCHSCHNITT GLEICHSETZEN.“
Andreas Schleicher, OECD Bildungsdirektor.

Eine der wesentlichen Ursachen von Armut ist Mangel an Bildung. 2018 lag der Bevölkerungsanteil an Menschen ohne  allgemeinbildenden  Abschluss,  die  besonders  von  Armut  betroffen  sind,  bei  20,07 Prozent  in Nordrhein-Westfalen. Die höchsten  Schulabgänger-Quoten  ohne  einen  allgemeinbildenden  Abschluss  finden  sich  neben  den  Ballungsgebieten  insbesondere  in  den  strukturschwachen  Regionen  des  Ruhrgebiets, beispielsweise in Marl (10,0 Prozent) oder Herne (9,9 Prozent) oder Duisburg (9,8 Prozent). Die Gefahr, dass COVID diese Ungleichheit verschärft sind groß.

In diesem Workshop werden daher die Herausforderungen erneut kurz beleuchten, aber auch insbesondere die Herangehensweise von Teach First Deutschland aufgezeigt. Hier spielt das einmalige Collective Impact Projekt „BaC – Bildung als Chance“ genauso eine Rolle wie auch der Einsatz von sog. Digifellows im Ruhrgebiet, die sich insbesondere mit Themen der digitalen Bildung befassen.

Im Workshop wird auch anhand von Best Practice Beispielen dargestellt, wie Distanzlernen gut funktionieren kann und welche Instrumente jetzt die richtigen sind.

Referent*innen: Gönül Eğlence, Leiterin Region West Teach First Deutschland und Fellow aus Duisburg

Workshop 2

Übergang Schule-Beruf in Zeiten von CORONA

Angesichts der derzeitigen Unsicherheit über die pandemiebedingten Auswirkungen auf Branchen und Berufe kommt der Berufsorientierung sowie der individuellen Beratung und Vermittlung junger Menschen im Übergang Schule-Beruf eine besonders hohe Bedeutung zu.

Die Berufsorientierung an Schulen sowie Berufsorientierungsmaßnahmen wurden nach Wiederöffnung der Schulen nach den Sommer- und Herbstferien unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften in Abstimmung zwischen den Partnern vor Ort im weitest möglichen Umfang weitergeführt oder nachgeholt, alternative Formate der Berufsorientierung vor Ort wurden erprobt.

In diesem Workshop sollen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt dargestellt, die Initiativen des Ausbildungskonsenses NRW vorgestellt sowie alternative Formen der Berufsorientierung im Übergang Schule-Beruf präsentiert und diskutiert werden.

Referent: Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Berufliche Orientierung – Übergang Schule-Beruf“, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

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Workshop 3

Bericht aus der Praxis - Systemische Schulentwicklung

In dem Austausch geht es um eine Betrachtung verschiedener Schulen aus dem Projekt "Schule in der digitalen Welt", die durch die Pacemaker Initiative begleitet werden.

Der Bericht aus der Praxis zeigt die Komplexität der Schulentwicklung und wie diese Transformation gelingen kann (oder auch nicht). Teilnehmer*innen erhalten Impulse für die Verortung von Schulen, wertvolle Erfahrungswerte aus dem Projekt und wie das Vernetzen von Schulen ermöglicht werden kann.

Referent: Julian Michels (PACEMAKER)

Workshop 4

Digitalisierungsschub an Schulen – Herausforderungen und Gelingensbedingungen für Schulträger

Die Pandemie führt an unseren Schulen zu einem Digitalisierungsschub. Bereits mit dem DigitalPakt Schule ist eine wichtige Entscheidung für den Ausbau digitaler Medien und Technologien für das digitale Lernen und Lehren gefällt worden.

In diesem Jahr sind unter Hochdruck weitere Programme wie das Sofortausstattungsprogramm, das Programm für Lehrerendgeräte und mit der Ankündigung des Programms für die IT-Administratoren von Bund und Ländern veröffentlicht bzw. angekündigt worden.

Doch welche regionale Bedarfe, Gelingensbedingungen und Herausforderungen gehen für die Schulträger mit diesem Digitalisierungsschub einher? Welche Erfordernisse formuliert die Pädagogik an die Technik? Und welche Ansätze verfolgen die Kommunen bei der Umsetzung?

Referentinnen:  Karin Diebäcker (Stadtverwaltung Hamm, Leitung Amt für schulische Bildung) und Pia Amelung (Referentin für Schule und Bildung Städtetag Nordrhein-Westfalen)

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drei Kontaktboxen

Nina Fries
Referat Bildung und Soziales
Team Bildung und Soziales
fries@rvr.ruhr
+49 201 2069-6324
Susanne Trippe
Bildungsforum Ruhr
Organisation
trippe@rvr.ruhr
+49 201 2069-6389