Bildungsforum Ruhr 2020

Workshops am Vormittag, 30. November 2020, ab 10.30 Uhr

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Workshop 1

Homeschooling: Kollektive gesellschaftliche Regression in der Krise!  Was Eltern und Familien brauchen…

Familie und Nachbarschaft waren historisch die Umwelten für Entwicklung und Bildung, dann kam Schule! Gerade in der heutigen Zeit, in der das Zusammenspiel des immer noch bedeutsamen Bildungsortes Familie mit der Institution Schule an vielen Stellen prekär geworden ist, wird die Bildungsaufgabe in der Krise nahezu komplett zurückverlagert, unvorbereitet und weitgehend unkoordiniert.

Und die Schere zwischen den Familien, die schulische Anforderungen gut bewältigen können und denen, die das vor z.T. unlösbare Probleme stellt, geht weiter auf.  Der Workshop sucht nach Optionen, wie diese Situation konstruktiv gelöst und auch als Chance genutzt werden kann.

Erkenntnisse über Wirkungen des häuslichen Lernens zeigen Optionen, was geht und was nicht geht. Anforderungen digitaler Kommunikation und digitaler Mediennutzung hängen die Latte noch höher. Schulen sind in hohem Maße gefordert und können die Situation allein nicht bewältigen. Am Ende steht ein Plädoyer der Einbettung schulischer Arbeit in der Krise in eine kommunale soziale und präventive Infrastruktur.

Referent: Matthias Bartscher (Systemische Beratung und Weiterbildung)

Workshop 2

Mentoring@Home – Bedarfsgerechte Unterstützung durch stärkenorientierte Lern- und Entwicklungsbegleitung von Schülerinnen und Schülern im Ruhrgebiet

In Folge der Corona-bedingten Veränderungen der schulischen sowie unterrichtlichen Realität entstehen insbesondere für Schüler*innen in benachteiligten Lebenslagen, die aufgrund ihrer familiären Situation ohnehin schon schwierige Lernbedingungen vorfinden, zusätzliche Herausforderungen.

Die individuelle Situation dieser Kinder und Jugendlichen anzuerkennen sowie ihnen mehr Teilhabe zu ermöglichen, steht im Vordergrund des mentoring@home Projektes, das in Kooperation der AG Schulforschung der Ruhr-Universität Bochum und verschiedenen weiterführenden Schulen im Ruhrgebiet im vergangenen Sommersemester initiiert wurde.

Im ersten einführenden Teil des Workshops wird Dr. Matthias Forell einen Überblick über die wissenschaftliche Einbettung des Projekts in das Master of Education Studium an der RUB geben und Aline Wigger-Eckei über ihre Erfahrungen und die ihrer Schüler*innen mit dem Projekt an einer Castrop-Rauxeler Gesamtschule berichten.

Darauf folgt im Design einer Forschungswerkstatt ein praxisorientierter Teil zu den Perspektiven und Möglichkeiten, das Projekt über die Vernetzung von Universität, Schule und Familie hinaus für die Bildungsregion Ruhr nutzbar zu machen.

Referent*innen: Dr. Matthias Forell (Ruhr Universität Bochum) und Aline Wigger-Eckei (Gesamtschule Castrop-Rauxel)

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Workshop 3

Bildungschancen ganzheitlich fördern - Möglichkeiten eines kommunalen Vorgehens während der Corona-Pandemie

Um den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bildungsgerechtigkeit entgegen zu wirken, wurde in der Stadt Dortmund zwischen Fachbereich Schule, Jugendamt, Schulen und weiteren Akteur*innen der Bildungslandschaft ein abgestimmtes Vorgehen entwickelt.

Auf Basis einer Bedarfserhebung wurden vier Handlungsfelder identifiziert, in denen konkrete Maßnahmen geplant und umgesetzt wurden: sozial prekäre Lage, digitale Teilhabe, Bildungschancen und Übergänge. Im Workshop wird zunächst das fachbereichs- und akteursübergreifende Vorgehen erläutert.

Im zweiten Teil wird die Maßnahme "Bildungssommer" vorgestellt - ein ganzheitliches Ferienbildungsangebot am Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollen Möglichkeiten ganzheitlicher Bildungsangebote zur Förderung der Bildungschancen und Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe diskutiert werden.

Referent*innen: Dr. Anja Jungermann, Regionales Bildungsbüro im Fachbereich Schule der Stadt Dortmund; Svenja Pfeiffer, Schulleitungsmitglied Anne-Frank-Gesamtschule; Mirza Demirović , Jugendamt der Stadt Dortmund;

Workshop 4

Gemeinsam Wirken in Schule: Lösungswege in Krisenzeiten

Die Corona Pandemie stellt das Bildungssystem vor viele neue Herausforderungen. Viele Schulen, Schulträger und zivilgesellschaftliche Akteure stellen sich die Frage, wie sie auch in diesen herausfordernden Zeiten der Pandemie den Schüler*innen bestmöglichen Unterricht anbieten und das individuelle Lernen unterstützen können.

Insbesondere vor dem Hintergrund unterschiedlicher familiärer Situationen, ungleicher Ausstattung und Verfügbarkeit von digitalen Geräten und familiärer Unterstützung, suchen die Lehrkräfte und Verantwortlichen nach Möglichkeiten, allen Schüler*innen gerecht zu werden. Nur so kann verhindert werden, dass sich ungleiche Bildungschancen weiter verfestigen.

In dieser Diskussionsrunde werden innovative Ansätze und Wege vorgestellt, mit denen Akteure aus Schule, Kommune und Zivilgesellschaft im Ruhrgebiet in der aktuellen Situation positive Erfahrungen gesammelt haben.

Teilnehmende:

Doreen Barzel, RuhrFutur
Stefan Bornemann, Heinrich-Heine-Realschule Hagen
Anne Juretzka, Heinrich-Heine-Realschule Hagen
Nicola Küppers, Grundschule am Dichterviertel, Mülheim an der Ruhr
Brita Russack, Regionales Bildungsbüro, Mülheim an der Ruhr

Moderation: Britt Lorenzen

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drei Kontaktboxen

Nina Fries
Referat Bildung und Soziales
Team Bildung und Soziales
fries@rvr.ruhr
+49 201 2069-6324
Susanne Trippe
Bildungsforum Ruhr
Organisation
trippe@rvr.ruhr
+49 201 2069-6389