RVR Ruhr Grün aktuell

Berufswelt RVR Ruhr Grün

Girlsday in der Hohen Mark

Einmal in eine unbekannte Berufswelt abtauchen hieß es für fünf Mädchen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren am Girlsday 2023.

Im Forstbetriebsbezirk Hohe Mark, der von der RVR eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Ruhr Grün betreut wird, wurden die Berufe Försterin, Forstwirtin/Forstwirtschaftsmeisterin und Maschinenführerin vorgestellt. Dabei durften die Mädchen auch selbst mit anpacken. Gemeinsam wurden kleine Ahorn-Wildlinge geworben. Die jungen Bäumchen, die sich an einem Waldort zu Tausenden natürlich angesamt haben, wurden ausgegraben und auf einer Kahlfläche, auf der Fichten abgestorben waren und bisher nur wenig junge Bäume wachsen, eingepflanzt. Die Försterin für den FBB Hohe Mark erklärte, dass sie die Pflanzung solcher jungen Bäume organisiert und managt. Die Pflanzung an sich übernimmt dann eine Forstwirtin.

Um den Beruf der Försterin noch näher kennenzulernen, wurden anschließend Bäume ausgezeichnet. Gemeinsam wurde besprochen, was die verschiedenen Zeichen an den Bäumen im Wald bedeuten. „Nur weil ein Baum eine Markierung hat, bedeutet dies nicht sofort, dass dieser Baum gefällt wird“, erklärte die Försterin. „Seht ihr ein weißes Wellenzeichen an einem Baum, könnt ihr sofort erkennen, dass es sich hier um einen besonders schützenswerten Zeitgenossen handelt.“ Der sog. Habitatbaum hat mit der Markierung für immer eine Daseinsberechtigung. Er ist wichtig für den Naturschutz, da er z.B. eine Spechthöhle oder tiefe Spalten im Holz hat, die wichtige Lebensräume für Vögel und Fledermäuse sind. Man erkennt: Forstwirtschaft ist auch Naturschutz.

Sieht man einen Baum mit drei weißen Punkten handelt es sich dabei um einen „Zukunftsbaum“. Dieser ist besonders vital, gesund und hochwertig. Er ist wichtig für ein intaktes Waldgefüge und soll gefördert werden. Dafür werden einzelne „Bedränger“, also Konkurrenten, entnommen. Das Highlight war dann, dass jedes Mädchen Bäume mit den entsprechenden Zeichen farblich markieren durfte.

Zum krönenden Abschluss wurde zugeschaut, wie eine mächtige Douglasie von den Forstwirtschaftsmeistern Markus Taugs und Julian Demes gefällt wurde. Die imposanten Geräusche beim Fall des Baumes sorgten für Erstaunen und Begeisterung bei den Mädchen.

Dass auch Maschinen im Wald aus Gründen der Arbeitssicherheit und Effektivität unverzichtbar sind, führte Maschinenführer Matthias Schröder mit seiner Rückemaschine vor. Innerhalb von wenigen Minuten waren die einzelnen Stammstücke auf der Maschine aufgeladen und wurden am Wegesrand abgelegt.

Der gemeinsame Vormittag wurde dann auf der Aussichtsplattform des Feuerwachturmes Galgenberg mit einem Mittagsimbiss beendet.

Carla Paul staunte nicht schlecht über den Enthusiasmus der Mädels. „Nach diesem Tag würden wir gern unser Schulpraktikum im Wald absolvieren“ erzählten zwei der Mädchen. Ob ein grüner Beruf im Wald langfristig in Frage kommt wird man sehen, doch wichtig ist, dass junge Frauen durch solche Tage merken, dass sie in der heutigen Zeit jeden Job ausüben können – frei von jedem Geschlecht.

drei Kontaktboxen

RVR Ruhr Grün

Betriebsleitung

ruhrgruen@rvr.ruhr
+49 201 2069-718