Essen/Ruhrgebiet. Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer heutigen Sitzung (10. Juli) die Weichen für den gesteuerten Ausbau der Windenergie im Ruhrgebiet gestellt. Die hierfür notwendige Änderung des Regionalplans Ruhr wurde mit großer Mehrheit beschlossen.
Dr. Frank Dudda, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung und Hernes Oberbürgermeister, erläutert: „Der heutige Beschluss ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur grünsten Industrieregion der Welt. Wir erhöhen die Versorgungssicherheit des Ruhrgebiets mit erneuerbaren Energien als heimischem Energieträger und leisten zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz. Durch die Ausweisung neuer Flächen übernimmt das Ruhrgebiet Verantwortung und bestimmt mit, wie und wo der regionale Ausbau der Windenergie geschehen soll.“
Neue rechtliche Regelungen auf Bundes- und Landesebene sehen vor, dass zusätzliche Flächen im Regionalplan Ruhr für die Windenergienutzung bereitgestellt werden müssen. Nur dann ist eine geordnete räumliche Entwicklung beim Ausbau der Windenergie auch dauerhaft planungsrechtlich gesichert. Die 1. Änderung des Regionalplans Ruhr sieht 93 Windenergiebereiche mit einer Flächenkulisse von 2.257 Hektar für den Windenergieausbau vor. Da die Städte im Ballungskern des Ruhrgebiets aufgrund ihres hohen Siedlungsflächenanteils nur über ein eingeschränktes Potenzial für den Windenergieausbau verfügen, befindet sich der überwiegende Teil der Flächen am Ballungsrand des Ruhrgebiets.
Die Regionalplanänderung wird in den Amtsblättern der Bezirksregierungen Düsseldorf, Münster und Arnsberg bekannt gemacht. Mit der letzten Bekanntmachung wird die Änderung wirksam. Die Verbandsversammlung hatte das Regionalplanänderungsverfahren im Dezember 2024 eingeleitet.