Internationale Gartenausstellung (IGA)

IGA kommt 2027 in die Metropole Ruhr

Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat am 14. Dezember 2018 einstimmig beschlossen, die Internationale Gartenausstellung 2027 in der Metropole Ruhr zu realisieren.

Im Anschluss unterzeichneten Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Geschäftsführer Jochen Sandner den Durchführungsvertrag zwischen dem RVR und der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG).

Ende 2016 hat das Ruhrgebiet den Zuschlag von der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) bekommen.

Gut zu wissen

Das passiert als nächstes:

Auf der Basis des Durchführungsvertrages bereitet der RVR die Gründung einer Gesellschaft vor.

Der Gesellschaftsvertrag soll Ende März 2019 beschlossen werden.

Wie soll die IGA 2027 finanziert werden?

Die Mitgliedsstädte und -kreise im RVR sowie zahlreiche kreisangehörige Kommunen haben ihr Votum für die finanzielle Beteiligung an der IGA Metropole Ruhr abgegeben. 

Der Durchführungshaushalt beläuft sich auf rund 85 Millionen Euro. Etwa 48 Millionen davon sollen aus Einnahmen der verkauften Eintrittskarten finanziert werden. Konservativ gerechnete Besucherprognosen gehen von etwa 2,6 Millionen Besuchern aus, laut Machbarkeitsstudie könnte die Internationale Gartenschau sogar bis zu fünf Millionen Besucher anlocken. Den verbleibenden Zuschussbedarf teilen sich RVR, Mitgliedsstädte und –kreise im Rahmen eines "Ansparmodells" über den Zeitraum von zehn Jahren.

Getragen wird die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr vom RVR, von den Kommunen und Kreisen der Metropole Ruhr, der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, der Ruhr Tourismus GmbH sowie zahlreichen weiteren Partnern.

IMPRESSIONEN VON DER IGA-BEREISUNG im SEPTEMBER 2016

Das IGA-Konzept

Das IGA-Konzept

Das von der Bürogemeinschaft Sinai (Berlin), scheuvens + wachten (Dortmund) und Imorde (Münster/Berlin) entwickelte IGA-Konzept sieht ein dezentrales Großereignis vor, das auf drei Ebenen realisiert werden kann: Sechs "Zukunftsgärten" inklusive dreier Leistungsschauen des Gartenbaus sollen auf der esten Ebene als Hauptinvestitions- und Haupteventstandorte (Hotspots) fungieren und umweltbezogene Kernfragen zu Gärten, Umwelt, Klima und Energie begreifbar machen.

Kostenpflichtig soll der Besuch der Zukunftsgärten Emscher Nordwärts in Dortmund, Duisburger Rheinpark und Nordsternpark Gelsenkirchen samt Umfeld in Richtung Schurenbachhalde sein. Drei weitere kostenfreie Zukunftsgärten sollen im Kreis Recklinghausen ("Emscherland"), im Kreis Unna ("Freizeit und Erholung an Lippe und Kanal") sowie an der Emschermündung im Kreis Wesel entstehen.

Auf der zweiten Ebene ("Unser Garten") werden kommunale Projekte realisiert und die schönsten vorhandenen Parks und Gärten in der Region präsentiert. Im Rahmen dieser Ausstellungsebene werden zahlreiche Grünflächen aufgewertet und über Themenrouten verbunden. Eine Prioritätensetzung und Auswahl der Projekte sollen bis Mitte 2018 gemeinsam mit der Politik im RVR erfolgen.

Die vielen nachbarschaftlichen Grüninitiativen von Menschen aus dem Ruhrgebiet wie Urban-Gardening-Projekte erhalten auf der dritten Ebene unter dem Schlagwort "Mein Garten" ein Forum.
 

RUFIS-Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit

RUFIS-Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit

Das Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik (RUFIS) der Ruhr-Universität Bochum hat der IGA 2027 positive wirtschaftliche Effekte für die Metropole Ruhr und das Land NRW bescheinigt. Durch die IGA sollen insgesamt 9.000 Arbeitsplätze neu entstehen, über 70 Prozent davon verbleiben in der Region. Hinzukommen Produktions- und Einkommenseffekte von bis zu 800 Millionen Euro, wovon 656 Millionen Euro auf das Ruhrgebiet entfallen. Außerdem profitieren besonders Wirtschaftssektoren wie Tourismus, Wohnungs-, Garten- und Landschaftsbau von der IGA 2027.

Horst Fischer
Referatsleitung
Regionalpark/Emscher Landschaftspark/Freiraumsicherung
fischer_h@rvr.ruhr
+49 201 2069-727