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NRW-Landtagswahl 2022

Wahlanalyse

Die Tendenzen der Landtagswahl 2022 am 15. Mai 2022 spiegeln sich in abgeschwächter Form auch in den Ergebnissen aus der Metropole Ruhr wieder. Ähnlich wie bei den landesweiten Ergebnissen verliert die schwarz-gelbe Koalition insgesamt im Ruhrgebiet an Zustimmung, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Vorzeichen für die beiden Koalitionäre.

So kann die CDU ihr Ergebnis von 2017 auch in der Metropole Ruhr leicht verbessern (+3,5 Prozentpunkte auf 30,5 Prozent), während die FDP deutliche Verluste hinnehmen muss (-5,7 Prozentpunkte auf 5 Prozent). 

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Metropole Ruhr wählt vorwiegend SPD

Anders als im übrigen Nordrhein-Westfalen mit 26,7 Prozent bleibt die SPD mit 33,4 Prozent im Ruhrgebiet weiterhin stärkste politische Kraft, schneidet jedoch auch in der Region historisch schlecht ab. In der Metropole Ruhr wurde bei früheren Landtagswahlen traditionell sozialdemokratisch gewählt. Bei der Wahl 2022 gewinnt die SPD 33 von 37 Wahlkreisen. Die mit Abstand meisten Zweitstimmen erreicht sie im Wahlkreis Unna III – Hamm II mit 39,7 Prozent. Dies ist gleichzeitig das landesweit beste Ergebnis für die SPD bei dieser Wahl. Die Metropole Ruhr stellt in 37 Wahlkreisen etwa ein Drittel der direkt gewählten Abgeordneten des Landtages.

Ihr bisher bestes Ergebnis können die Grünen erzielen, die auf 16,4 Prozent der abgegebenen Stimmen in der Metropole Ruhr kommen und wie auf der Landesebene insgesamt ihre Stimmanteile fast verdreifachen. 

Das Ergebnis der AfD liegt mit 6,3 Prozent zwar über dem Landesergebnis (5,4 Prozent), sie verliert aber fast ein Drittel ihrer Wählerinnen und Wähler zwischen Lippe und Ruhr. Die Linke, die den Einzug in den NRW-Landtag mit 2,1  Prozent der Stimmen deutlich verpasst, erreicht in der Metropole Ruhr ebenfalls nur noch 2,1 Prozent der Zweitstimmen und erleidet im Vergleich zu 2017 noch einmal deutliche Verluste (-3,2 Prozentpunkte).  

Die Wahlbeteiligung liegt im Ruhrgebiet niedriger als in Gesamt-NRW: Von den rund 3,7 Millionen Wahlberechtigten gaben nur 52,7 Prozent ihre Stimme ab - das sind 10,9 Prozentpunkte weniger als 2017. Noch nie gingen in der Geschichte Nordrhein-Westfalens weniger Menschen zu einer Landtagswahl (55,5 Prozent).

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CDU ist stärkste Fraktion im Landtag, bei historisch niedriger Wahlbeteiligung

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Wahl zum nordrhein-westfälischen Landtag am 15. Mai 2022 wird die CDU mit 35,7 Prozent stärkste Fraktion. Die SPD bleibt mit 26,7 Prozent die zweitstärkste Fraktion im Landtag. Die Grünen werden mit 18,2 Prozent drittstärkste politische Kraft in Düsseldorf.

Die FDP kommt auf einen Zweitstimmenanteil von 5,9 Prozent. Die AfD schafft mit 5,4 Prozent knapp den Einzug in den Landtag. Erneut nicht im Düsseldorfer Landtag vertreten ist die Linke, die nur noch auf 2,1 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen kommt.

Von den knapp 13 Millionen wahlberechtigten Wählerinnen und Wähler in NRW gingen lediglich 55,5 Prozent an die Wahlurnen oder machten von der Briefwahl Gebrauch. Die Wahlbeteiligung ist damit auf einen historischen Tiefpunkt gefallen.

Eine Fortsetzung der aktuellen Koalition aus CDU und FDP ist rechnerisch nicht mehr möglich. Neben einer Großen Koalition ist sowohl ein Zusammenschluss von CDU und Grünen, als auch ein Dreierbündnis von SPD, Grünen und FDP möglich.

Tabelle und Grafiken

Karim Taibi
Referat Bildung und Soziales
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