Internationale Gartenausstellung (IGA)

IGA kommt 2027 in die Metropole Ruhr

Aktuell

Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer Sitzung am 28. Juni 2019 die Gründung einer Durchführungsgesellschaft "Internationale Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027 gGmbH“ beschlossen. 

Die Gesellschaft wird die Internationale Gartenausstellung im Ruhrgebiet vorbereiten, durchführen und abwickeln.

Die Metropole Ruhr will mit der IGA 2027 zur grünsten Städtelandschaft der Welt wachsen.

Gut zu wissen

Bereits am  14. Dezember 2018 hatte die RVR-Verbandsversammlung einstimmig beschlossen, die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) in der Metropole Ruhr zu realisieren.

Im Anschluss unterzeichneten Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Geschäftsführer Jochen Sandner den Durchführungsvertrag zwischen dem RVR und der Deutschen Bundesgartenschau-Gesel lschaft (DBG).

Imagefilm IGA Metropole Ruhr 2027

Der Imagefilm zur Internationalen Gartenausstellung 2027 soll Antworten geben auf die Frage, wie die Menschen in der Region künftig leben, arbeiten und wohnen wollen. Der Film wurde am 28. Juni in der RVR-Verbandsversammlung erstmalig vorgestellt. 

Was soll die Durchführungsgesellschaft leisten?

Die Gesellschaft wird die Internationale Gartenausstellung im Ruhrgebiet vorbereiten, durchführen und abwickeln. Zudem soll sie Vorschläge entwickeln, wie die von ihr bewirtschafteten Flächen nach Beendigung der IGA genutzt werden.

Gesellschafter sind neben dem RVR (54,6 Prozent) die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (13 Prozent), die Städte der Zukunftsstandorte Dortmund (14,4 Prozent), Duisburg (11,6 Prozent) und Gelsenkirchen (6,4 Prozent). Bis zur Sommerpause werden die kommunalen Beschlüsse gefasst. Danach wird der Gesellschaftsvertrag unterzeichnet.

Wie ist die Finanzierung geregelt?

Der Durchführungshaushalt beläuft sich auf rund 84 Millionen Euro. Etwa 35 Millionen davon sollen aus Einnahmen der verkauften Eintrittskarten finanziert werden. Konservativ gerechnete Besucherprognosen gehen von etwa 2,6 Millionen Besuchern aus.

Laut Machbarkeitsstudie könnte die Internationale Gartenschau sogar bis zu fünf Millionen Besucher anlocken. Weitere Einnahmen ergeben sich aus Mieten, Pachten und Sponsoring. Den Zuschussbedarf von rund 36 Millionen Euro teilen sich RVR, Mitgliedsstädte und -kreise.

Wer steht hinter der IGA 2027?

Getragen wird die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr vom RVR, von den Kommunen und Kreisen der Metropole Ruhr, der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, der Ruhr Tourismus GmbH sowie zahlreichen weiteren beteiligten und interessierten Institutionen wie Emschergenossenschaft, LWL und LVR, Gartenbauverbänden, Landwirtschaftskammer oder Kleingartenverbänden.

IMPRESSIONEN VON DER IGA-BEREISUNG im SEPTEMBER 2016

Das IGA-Konzept

Das IGA-Konzept

Das von der Bürogemeinschaft Sinai (Berlin), scheuvens + wachten (Dortmund) und Imorde (Münster/Berlin) entwickelte IGA-Konzept sieht ein dezentrales Großereignis vor, das auf drei Ebenen realisiert werden kann: Sechs "Zukunftsgärten" inklusive dreier Leistungsschauen des Gartenbaus sollen auf der esten Ebene als Hauptinvestitions- und Haupteventstandorte (Hotspots) fungieren und umweltbezogene Kernfragen zu Gärten, Umwelt, Klima und Energie begreifbar machen.

Kostenpflichtig soll der Besuch der Zukunftsgärten Emscher Nordwärts in Dortmund, Duisburger Rheinpark und Nordsternpark Gelsenkirchen samt Umfeld in Richtung Schurenbachhalde sein. Drei weitere kostenfreie Zukunftsgärten sollen im Kreis Recklinghausen ("Emscherland"), im Kreis Unna ("Freizeit und Erholung an Lippe und Kanal") sowie an der Emschermündung im Kreis Wesel entstehen.

Auf der zweiten Ebene ("Unser Garten") werden kommunale Projekte realisiert und die schönsten vorhandenen Parks und Gärten in der Region präsentiert. Im Rahmen dieser Ausstellungsebene werden zahlreiche Grünflächen aufgewertet und über Themenrouten verbunden. Eine Prioritätensetzung und Auswahl der Projekte sollen bis Mitte 2018 gemeinsam mit der Politik im RVR erfolgen.

Die vielen nachbarschaftlichen Grüninitiativen von Menschen aus dem Ruhrgebiet wie Urban-Gardening-Projekte erhalten auf der dritten Ebene unter dem Schlagwort "Mein Garten" ein Forum.
 

RUFIS-Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit

RUFIS-Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit

Das Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik (RUFIS) der Ruhr-Universität Bochum hat der IGA 2027 positive wirtschaftliche Effekte für die Metropole Ruhr und das Land NRW bescheinigt. Durch die IGA sollen insgesamt 9.000 Arbeitsplätze neu entstehen, über 70 Prozent davon verbleiben in der Region. Hinzukommen Produktions- und Einkommenseffekte von bis zu 800 Millionen Euro, wovon 656 Millionen Euro auf das Ruhrgebiet entfallen. Außerdem profitieren besonders Wirtschaftssektoren wie Tourismus, Wohnungs-, Garten- und Landschaftsbau von der IGA 2027.

Horst Fischer
Referatsleitung
Regionalpark/Emscher Landschaftspark/Freiraumsicherung
fischer_h@rvr.ruhr
+49 201 2069-727