lorry - der Journalistenpreis der Metropole Ruhr

Schichtwechsel im Ruhrgebiet

Im Dezember 2018 ist der Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet ausgelaufen. Nach mehr als 250 Jahren Bergbau hat in Bottrop mit Prosper Haniel die letzte Zeche der Region geschlossen.

Für die Menschen in der Metropole Ruhr ein historischer und emotionaler Moment, aber kein Grund Trübsal zu blasen - über die Region im Wandel zu berichten, bleibt spannend, herausfordernd und wird immer öfter ausgezeichnet.

Seit 2016/2017 unterstützt die RAG-Stiftung den Wettbewerb als Kooperationspartner und stellt die Preisgelder bereit. 

Teilnahme und Bewerbung

Teilnehmen können Print-, Radio-, TV- und Online-Journalisten in Festanstellung oder als freie Berichterstatter mit Beiträgen, die in deutschsprachigen Medien oder im Internet veröffentlicht wurden. 

Die Bewerbungsfrist für den lorry 2019 ist abgelaufen. Mehr als einhundert Beiträge sind eingereicht worden.
Die Preisverleihung findet am 23. September 2019 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen statt.

Zur Anmeldung Preisverleihung

Das Ruhrgebiet blickt voraus

In diesem Jahr liegen Abschied und Aufbruch im Ruhrgebiet so eng beieinander wie selten. Diese einmalige Konstellation zum Ende des Steinkohlenbergbaus ist zugleich eine nahezu unerschöpfliche Quelle für außergewöhnliche, spannende, berührende, kritische, spektakuläre oder originelle Geschichten, über das was die Metropole Ruhr besonders macht.

Journalistinnen und Journalisten aus dem deutschsprachigen Raum sind aufgefordert, sie zu entdecken und auf ihre ganz persönliche Weise zu transportieren. Die besten Reportagen, Features, Interviews, Serien und Berichte aus und über die Region werden bis zum Frühsommer 2019 wieder durch eine renommierte Jury mit dem Journalistenpreis der Metropole Ruhr, lorry, ausgezeichnet.

Kategorien und Preise

Kategorien und Preise

In den Kategorien Print, TV, Radio und Online werden jeweils zwei Beiträge ausgezeichnet. Alle Beiträge werden mit einem Preisgeld von 2.000 Euro prämiert.

Vor dem Hintergrund des Steinkohlenausstiegs wird außerdem erstmals ein Sonderpreis verliehen: Der Preis geht an einen Beitrag, der sich mit Vergangenheit und Zukunft der Region auseinandersetzt. Der Beitrag wird aus einer der vier Hauptkategorien ausgewählt und ist ebenfalls mit 2.000 Euro dotiert.

Mit dem lorry prämiert werden Beiträge, die auf eine kreative, originelle und eindrucksvolle Weise die Vielfalt der Metropole Ruhr in den Bereichen Wirtschaft, Freizeit, Tourismus, Wissenschaft und Kultur aufzeigen und darüber hinaus über eine ausgezeichnete Sprachqualität sowie eine fundierte Recherche verfügen.

Jury

Jury

Frank Preuß  Redaktionsleiter WAZ Rhein-Ruhr

arbeitet seit mehr als 25 Jahren bei Titeln der WAZ-Gruppe. Begann als freier Mitarbeiter bei der Rheinischen Post, wechselte dann zur NRZ in die Kultur, wurde nach dem Volontariat Redakteur im Sport, später in der Politik-Redaktion. Knapp zehn Jahre lang leitete er die NRZ-Lokalredaktion in Düsseldorf, ehe er zur WAZ wechselte und dort 2009 die Leitung der Rhein-Ruhr-Redaktion übernahm.

Gonne Garling – Chefreporter BILD NRW

startete 2003 bei der BILD Zeitung als Reporter, nachdem er ein Volontariat an der Axel-Springer-Journalistenschule beendet hatte. 2008 wird er stellvertretender Redaktionsleiter der BILD Hamburg. Im Dezember 2011 übernimmt er die Redaktionsleitung der BILD-Ausgaben im Ruhrgebiet und Westfalen und ist heute Chefreporter für BILD in Nordrhein-Westfalen.

Dr. Marion Grob – Radioredakteurin WDR Düsseldorf, Landesredaktion „Westblick“

träumte von Jugend an von einer Karriere im Hörfunk, die sie, nach Abschluss ihres Studiums, als freie Mitarbeiterin bei Radio Bremen begonnen hat. 1985 konnte sie ihre Interessen für Politik und Musik beim WDR Kabelpilotprojekt Dortmund verbinden und sammelte hier Erfahrungen in den Bereichen Redaktion, Reportage und Moderation, sowohl im Hörfunk als auch im Fernsehen. Dem WDR ist sie bis heute treu, ob als ARD Korrespondentenvertreterin in Peking, als Hörfunkleiterin/ stellvertretende Studioleiterin in Essen oder seit 2006 als Redakteurin mit besonderen Aufgaben in der landespolitischen Sendung „Westblick“.

Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier – Professor für Public Relations und Journalismus, Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen

ist Professor für Public Relations und Journalismus an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. In seinen über 20 Jahren als Journalist sammelte er fundierte Erfahrungen im Fernsehen als Redakteur und Moderator der Sendung „nrw direkt - Polit-Talk mit Karl-Martin Obermeier“, als Verfasser zahlreicher Hörfunkbeiträge für den Deutschlandfunk sowie den WDR und als Korrespondent und Studioleiter von radio NRW. Sechs Jahre lang war er zudem Direktor und Geschäftsführer der Deutschen Hörfunkakademie in Dortmund.

Philipp Ostrop – Leiter Lokalredaktion Ruhr Nachrichten in Dortmund

war nach seiner Zeit als freier Journalist von 2003 bis 2007 als Redakteur am Mantel-Newsdesk der Ruhr Nachrichten und Münstersche Zeitung tätig. Danach wechselte der 31-jährige zum „RegioDoDesk“, wo er als Redaktionsleiter an der Produktion von sechs Lokalausgaben beteiligt war. Seit Dezember 2011 ist er als selbsternanntes ‚Ruhr-Nachrichten-Eigengewächs‘ nun Leiter der Lokalredaktion Dortmund im Bereich Print und Online.

Dana Savic - freie Autorin und Filmemacherin (u.a. WDR Fernsehen) in Essen

arbeitet seit 1992 als freie Autorin und Filmemacherin für Magazinsendungen, Features und Dokumentarfilme überwiegend für den WDR. Trotz vielfältiger und facettenreicher Inhalte, bleiben ihre Themen konstant: Zeitgenössische Kunst, Geschichte und soziale Fragen. Seit der Dokumentarfilm-Produktion „Rosen im Winter“ liegt ihr Hauptinteresse in der dokumentarischen Arbeitsweise. Überdies bietet sie zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Essener Produktionsfirma „augenwerkProduktion“ Dokumentationen für Non-Profit Unternehmen an.

Projektpartner

Projektpartner

Der Journalistenpreis der Metropole Ruhr "lorry" wurde im Kulturhauptstadt-Jahr von der RUHR.2010 GmbH initiiert und wird seitdem vom Regionalverband Ruhr (RVR) im zweijährigen Rhythmus unter großem Interesse von Medienschaffenden fortgeführt. Als Kooperationspartner unterstützt die RAG-Stiftung seit 2016/17 den Wettbewerb und die stellt die Preisgelder bereit. 

RAG-Stiftung

Teilnahmebedingungen

Teilnahmebedingungen

Der mit insgesamt 18.000 Euro dotierte Journalistenpreis wird in vier Kategorien vergeben und steht allen Print-Radio-TV- und Online-Journalistinnen und Journalisten in Festanstellung oder als freie Berichterstatterinnen und Berichterstatter mit Beiträgen, die nach dem 1. Januar 2017 in deutschsprachigen Medien veröffentlicht wurden, offen. 

Print
Zu dieser Kategorie zählen Publikationen von Reportagen über Features und Porträts bis hin zu Interviews, die in deutschsprachigen Printmedien wie Tages-, Sonntags- und Wochenzeitungen sowie Magazinen veröffentlicht wurden.

TV
Eingereicht werden können in dieser Kategorie alle gesendeten Beiträge von privaten sowie öffentlich- rechtlichen Fernsehjournalisten, die über die Metropole Ruhr berichten.

Hörfunk
Hörfunkjournalisten haben die Möglichkeit, ihre bereits im privaten oder öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgestrahlten Reportagen einzureichen.

Online
In diese Rubrik fallen alle Beiträge über die Metropole Ruhr, die im Internet veröffentlicht wurden – von Vodcast über Podcast bis hin zu Online-Artikeln.

Preisgelder
In den Kategorien Print, TV, Hörfunk und Online werden jeweils zwei Beiträge ausgezeichnet. Vor dem Hintergrund des Steinkohlenausstiegs wird außerdem erstmals ein Sonderpreis verliehen. Alle Beiträge werden jeweils mit einem Preisgeld von 2.000 Euro prämiert.

Rückblick – Das war der lorry 2017

Rückblick – Das war der lorry 2017

Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland haben in 111 Beiträgen das Ruhrgebiet und seine Lebensadern zum Thema gemacht. Die Gewinner des Journalistenpreises der Metropole Ruhr wurden am 30. März im Erich-Brost-Pavillion auf dem Welterbe Zollverein in Essen ausgezeichnet. Neben dem Preisgeld nahmen die Gewinnerinnen und Gewinner die lorry entgegen – eine handgefertigte Lore, die in diesem Jahr erstmals nicht aus Stahl sondern aus hochwertigen Aluminium gefertigt wurde.

Jens Hapke
Pressesprecher
Referat Strategische Entwicklung und Kommunikation
Team Medien und Internet
hapke@rvr.ruhr
+49 201 2069-495