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RVR startet Modernisierung des Waldkompetenzzentrums Heidhof

Bottrop. Die Baugenehmigung ist erteilt, erste Gebäudeteile sind bereits leergezogen: Der Regionalverband Ruhr (RVR) und sein Eigenbetrieb RVR Ruhr Grün beginnen mit dem Umbau des Waldkompetenzzentrums Heidhof in Bottrop-Kirchhellen zu einem modernen Zentrum für Umweltbildung und Forstwirtschaft im Ruhrgebiet. Rund 8,3 Millionen Euro investiert der Verband in die ersten beiden Bauabschnitte.

„Mit der umfassenden Modernisierung stärken wir den Heidhof als zentralen Ort für Umweltbildung, nachhaltige Waldentwicklung und Naturerlebnis im Ruhrgebiet“, betont Nina Frense, RVR-Beigeordnete für Umwelt und Grüne Infrastruktur. „Kinder und Jugendliche für Natur und Umwelt zu sensibilisieren und zu begeistern, geht am besten draußen vor Ort. Hier können sie hautnah erleben, wie wichtig der Wald für Menschen, Tiere, Pflanzen und für den Klimaschutz ist. Der Heidhof in der Kirchheller Heide ist hierzu ein idealer Standort mitten im Ruhrgebiet.“

Der Umbau erfolgt in mehreren Bauabschnitten, damit der laufende Betrieb möglichst aufrechterhalten werden kann. So bleibt der Heidhof auch während der Bauphase ein attraktives Ausflugsziel für Besucherinnen und Besucher.

Bauarbeiten in mehreren Abschnitten

Der erste Bauabschnitt umfasst das neue, rund 320 Quadratmeter große Waldlabor sowie die Umgestaltung der bisherigen Scheune. Beide Gebäude sollen im Frühjahr 2027 fertiggestellt sein. Im zweiten Bauabschnitt wird das rund 1.100 Quadratmeter große Haupthaus mit Forstbetrieb, Klassenräumen und Werkstatt komplett saniert. Die Arbeiten sollen im Sommer 2028 abgeschlossen sein. Weitere Ausbaustufen – darunter ein neuer Kiosk, ein Outdoor-Klassenzimmer sowie eine Fahrzeugremise – sind geplant. Dazu muss die Finanzierung abgesichert sein.

Im Zuge der Arbeiten wird das Haupthaus kernsaniert und energetisch modernisiert. Schäden aus den Folgen des Bergbaus wie Risse und Senkungen werden beseitigt. Die bestehende Fassade bleibt erhalten, das Erscheinungsbild des Gebäudes wird insgesamt aufgewertet.

„Der Heidhof ist ein wichtiger Arbeits- und Ausbildungsstandort für unseren Forstbetrieb und zugleich ein bedeutender Lernort“, ergänzt Carsten Uhlenbrock, Betriebsleiter von RVR Ruhr Grün. „Mit der Modernisierung schaffen wir bessere Arbeitsbedingungen für den Forstbetrieb und gleichzeitig moderne Räume für Umweltbildung, Forschung und praktisches Lernen im Wald.“

Künftig wird der Standort über moderne naturwissenschaftliche Klassenräume, ein zentrales Foyer sowie verbesserte Arbeits- und Funktionsbereiche für den Forstbetrieb verfügen. Die bestehende Remise wird zu einem Waldlabor mit rustikalem Klassenraum und Lehrküche umgebaut. Ergänzend entsteht ein zusätzlicher Holzwerkraum speziell für die Umweltbildung.

Betrieb und Angebote laufen weiter

Die Umweltbildungsangebote von RVR Ruhr Grün werden während der Bauphase weitergeführt – teilweise in angepasster Form und abhängig vom Baufortschritt. Die Umweltpädagogische Station Heidhof hält ihren Betrieb vollständig aufrecht.

Das neue Waldlabor wird bis zur Fertigstellung des Haupthauses als Übergangslösung für Seminarräume dienen. Zusätzlich werden Baucontainer aufgestellt, um Schulklassen, Besuchergruppen und dem Forstbetrieb während der Bauarbeiten moderne Sanitäranlagen zur Verfügung zu stellen.

Auch der beliebte Waldspielplatz bleibt durchgehend geöffnet. Der Kiosk wird an einen neuen Standort näher am Spielplatz verlagert und soll dort ab Ostern wieder öffnen – mit bewährten und neuen Angeboten.

Wichtiger Standort für Umweltbildung und Forstwirtschaft

Der Heidhof ist ein bedeutender Standort für die Waldarbeit von RVR Ruhr Grün. Rund 15 Mitarbeitende arbeiten vor Ort, zudem ist der Standort Ausbildungsrevier des Forstbetriebs.

Die Umweltpädagogische Station bietet seit rund 30 Jahren praxisnahe Bildungsprogramme für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 aller Schulformen an. Freilandunterricht, Experimente und Beobachtungen ermöglichen handlungsorientiertes Lernen in der Natur. Zusätzlich organisiert die Station Fortbildungen und Praxisseminare für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.

Artenschutz wird berücksichtigt

Bereits vor Beginn der Bauarbeiten wurden gemeinsam mit der ökologischen Baubegleitung und der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Bottrop Maßnahmen zum Artenschutz umgesetzt. Für Amphibien, Fledermäuse und Schleiereulen wurden Ausweichquartiere eingerichtet, die weiterhin überwacht werden.

Regionalverband Ruhr

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