Bochum (idr). Einem internationalen Forschungsteam unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist es gelungen, einen vielversprechenden Wirkstoff gegen Hepatitis E zu identifizieren. Gegen das Virus gibt es bislang weder eine Impfung noch einen spezifischen Wirkstoff. Ändern könnte sich das durch die Identifikation des antiviralen und hochwirksamen Wirkstoffs Bemnifosbuvir – als gegen Hepatitis-E-Viren wirksame Verbindung. Forschende aus Bochum, Heidelberg und Peking haben dieses sogenannte Nukleotid/Nukleosid-Analogon aus einer Bibliothek solcher Wirkstoffe herausgefiltert. Da der Wirkstoff auch gegen das Hepatitis-C-Virus wirksam ist und sich für diese Anwendung bereits in der klinischen Prüfung befindet, könnte er in absehbarer Zeit auch als Behandlungsoption gegen das Hepatitis-E-Virus zur Verfügung stehen, teilt die RUB mit.
Rund 70.000 Menschen sterben jährlich an der Krankheit. Die gute Nachricht: Akute Infektionen heilen bei Patientinnen und Patienten mit intaktem Immunsystem normalerweise von selbst aus. Bei Betroffenen mit reduziertem oder unterdrücktem Immunsystem wie Organtransplantatempfängern oder HIV-Infizierten kann HEV chronisch werden. Auch für schwangere Frauen ist HEV bedrohlich.
Originalveröffentlichung: gut.bmj.com/content/early/2026/03/05/gutjnl-2025-336714
Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Meike Drießen, Telefon: 02343222830, E-Mail: redaktion[at]rub.de