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Bochumer Studie zeigt Wirkung von Psychedelika im Gehirn

Bochum (idr). Wie wirken psychedelische Drogen im Gehirn? Ein Forschungsteam unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum konnte erstmals im Tiermodell hochauflösende Bilder von Gehirnaktivitäten nach Verabreichung von Psychedelika zeigen. Die Forschenden entdeckten, dass visuelle Wahrnehmungen verstärkt auf Hirngebiete zugreifen, die Gedächtnisinhalte und Assoziationen abrufen. Die Ergebnisse sprechen für neue Ansätze in der Psychologie, die Psychedelika verwenden, um beispielsweise Angststörungen oder Depressionen zu behandeln. Unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt könnten solche Substanzen den Zustand des Gehirns kurzzeitig verändern, um positive Gedächtnisinhalte gezielt abzurufen und gelernte, überhöht negative Denkmuster umzustrukturieren, also Ungutes verlernen zu können, teilt das Forschungsteam mit.

 

Psychedelika aktivieren einen bestimmten Rezeptor für Serotonin: Mindestens 14 verschiedene Rezeptoren sind bekannt, an denen der Botenstoff bindet. Psychedelika haben die höchste Affinität zum 2A-Rezeptor, der im visuellen Gehirn unter anderem hemmend wirkt und Lernvorgänge beeinflusst.

 

Weitere Informationen: news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2026-02-13-neurowissenschaften-wie-psychedelische-drogen-im-gehirn-wirken

Pressekontakt: RUB, Prof. Dirk Jancke, Telefon: 0234/3227845, E-Mail: dirk.jancke[at]ruhr-uni-bochum.de

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