Bochum/Gelsenkirchen (idr). Der Mineralölkonzern bp hat eine Vereinbarung zum Verkauf der Raffinerie Gelsenkirchen und der damit verbundenen Geschäftsbereiche an die Klesch-Gruppe geschlossen, einen unabhängigen europäischen Raffineriebetreiber. Der Verkauf ist ein Schritt zur Vereinfachung des Portfolios und Stärkung der Bilanz: Das Unternehmen strebt bis 2027 strukturelle Kostensenkungen in Höhe von 6,5 bis 7,5 Milliarden US-Dollar an. Im Zusammenhang mit dem Standort Gelsenkirchen sollen rund eine Milliarde US-Dollar gespart werden.
Mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von rund zwölf Millionen Tonnen Rohöl stellt die Raffinerie Gelsenkirchen primär Kraftstoffe für den Straßen- und Luftverkehr her. Sie liefert zudem Rohstoffe für die petrochemische Industrie in Deutschland und Europa. Der Standort ist eine der größten integrierten Raffinerien Deutschlands.
Die Verkaufsvereinbarung umfasst die Ruhr Oel GmbH – BP Gelsenkirchen (ROG) inklusive u. a. der Raffinerie Gelsenkirchen und des Tanklagers Bottrop. Die Belegschaft der ROG sowie die Mitarbeitenden in Logistik und Vertrieb werden zum Abschluss des Verkaufs zum neuen Eigentümer wechseln. Der integrierte Raffineriekomplex beschäftigt derzeit rund 1.800 Menschen. Vorbehaltlich behördlicher und regulatorischer Genehmigungen soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
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