Xanten (idr). Sie haben es wieder getan! Auf der Bislicher Insel in Xanten hat ein Seeadler-Paar gebrütet. Der Nachwuchs ist mittlerweile geschlüpft. Zu sehen sind die Küken bisher allerdings noch nicht; sie sitzen gut geschützt tief im Nest. Seeadler sind in Nordrhein-Westfalen extrem selten, sie galten lange Zeit sogar als komplett verschwunden. Erst 2017 gelang wieder eine Brut - eben auf der Bislicher Insel.
Das NaturForum Bislicher Insel des Regionalverbandes Ruhr (RVR) bittet gerade jetzt um besondere Rücksichtnahme. Spaziergängerinnen und Spaziergänger sollten unbedingt auf den Wegen bleiben und Hunde an der Leine führen. Denn so faszinierend die Brutsaison für Menschen zu beobachten ist, so anstrengend ist sie für die Vögel. Sie müssen ihre Eier und später ihre Jungvögel vor vielen Gefahren schützen. Daher ist es wichtig, dass nicht auch noch Menschen als Gefahr wahrgenommen werden.
Das gilt für alle Vogelarten, die derzeit auf der Bislicher Insel für Nachwuchs sorgen. Etwa die Störche, die nach ihrer Reise aus dem Süden auf der Bislicher Insel angekommen sind. Die Graureiherkolonie ist in diesem Jahr umgezogen, eines der neuen Nester ist von einer der Beobachtungshütten zu sehen. Auch die Graugänse brüten - jedoch oft gut versteckt im Gebüsch. Und auf den offenen Flächen beginnen z. B. Kiebitze, Rotschenkel und Flussregenpfeifer mit dem Brutgeschäft. Diese Wiesenbrüter sind durch Intensivierung der Landwirtschaft und Flächenverluste seit Jahrzehnten bedroht.
Pressekontakt: RVR-NaturForum Bislicher Insel, Dr. Ilka Weidig, Telefon: 02801/988230, E-Mail: naturforumbislicherinsel[at]rvr.ruhr