Essen/Bochum (idr). Eine Fusion der Industrie- und Handelskammern zu Essen und Mittleres Ruhrgebiet würde nach ersten Modellrechnungen allein in den ersten sechs Jahren mindestens Kosten in Höhe von rund 15 Millionen Euro einsparen, die Mitgliedsbeiträge im Durchschnitt um mindestens 14 Prozent senken, Ausbildungsprüfungen in bis zu 270 Berufen ermöglichen und Kapazitäten für zusätzliche Leistungen für die regionale Wirtschaft schaffen. Das sind erste Ergebnisse der Arbeitskreise beider Kammern, die seit September eine mögliche Fusion der Kammern prüfen. Rechtlich sei die Vereinigung kein Problem, so der Arbeitskreis Recht.
Die Einsparungen kommen durch Synergien im IT-, Service- und Dienstleistungsbereich, in der Verwaltung und bei den Personalkosten zustande. Kündigungen aufgrund der Fusion soll es dabei nicht geben. Gemeinsamer Hauptsitz einer "IHK Ruhr" könnte Bochum werden. Endgültige Entscheidungen zu Name, Sitz und Standort soll aber erst die neue Vollversammlung treffen.
Bis Juni erarbeite der Lenkungskreis eine Entscheidungsvorlage für die beiden Vollversammlungen. Am 1. Juni 2026 entscheiden die Vollversammlungen dann zeitgleich über eine mögliche Vereinigung.
Die Zusammenfassung der Zwischenergebnisse ist unter http://www.kammer-machen.de zu finden.
Pressekontakt: IHK zu Essen, Steffen Elsebrock, Telefon: 0201/189-2206, E-Mail: steffen.elsebrock[at]essen.ihk.de; IHK Mittleres Ruhrgebiet, Sven Frohwein, Telefon: 0234/911-3120, E-Mail: frohwein[at]bochum.ihk.de