Essen (idr). Mediziner der Universität Duisburg-Essen möchten das Autismusrisiko bei Frühgeborenen früher vorhersagen können und gezieltere Therapien möglich machen. Sie sind Teil eines internationalen Forschungskonsortiums, bestehend aus 16 Partnerinstitutionen. Das Verbundprojekt wird von der EU mit sechs Millionen Euro gefördert.
In Europa wird etwa jedes 70. Kind mit Autismus diagnostiziert; Frühgeborene tragen ein mindestens dreifach erhöhtes Risiko. Die Essener Wissenschaftler bündeln Daten aus großen Kohortenstudien mit Fokus auf Autismus und Frühgeburtlichkeit. Ziel ist es, ein datengestütztes Abbild zu entwickeln, das individuelle Risiken und Krankheitsverläufe bei Autismus simuliert. Mithilfe dieses digitalen Zwillings sollen frühe Prognosemarker entstehen und neue Ansatzpunkte für Therapien gefunden werden.
Internetseite: http://www.uni-due.de/med
Pressekontakt: Universitätsklinikum Essen, Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser, Telefon: 0201/723-2451, ursula.felderhoff-mueser[at]uk-essen.de