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IAT untersucht Jahresarbeitszeiten im internationalen Vergleich: Deutschland im Mittelfeld
Gelsenkirchen.(idr). Wird in der Bundesrepublik Deutschland besonders wenig gearbeitet? Diese Frage beantworteten die Wissenschaftler des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik (IAT) jetzt mit einem eindeutigen "Nein". Das Fazit ihrer Untersuchung der internationalen Jahresarbeitszeitstatistiken: Die deutschen Jahresarbeitszeiten sind im europäischen Vergleich keineswegs besonders kurz, sie bewegen sich im Mittelfeld.
Nach IAT-Berechnungen liegt Deutschland mit einer gewöhnlichen Jahresarbeitszeit Vollzeit-Beschäftigter von 1.760 Stunden an 7. Stelle der (zum Zeitpunkt der Studie "Arbeitszeiten als Standortfaktor?" noch) 15 EU-Länder und Norwegen. Sechs Länder weisen eine niedrigere gewöhnliche Jahresarbeitszeit als Deutschland auf. Am kürzesten wird mit 1.689 Jahresstunden in Frankreich gearbeitet, am längsten mit 1.962 Stunden in Großbritannien.
Für die internationale Vergleichbarkeit der Jahresarbeitszahlen - die als Grundlage aller Debatten dienende OECD-Statistik bezieht zum Beispiel für viele Länder die Teilzeitbeschäftigten ein, was bei hoher Teilzeitquote eines Landes zu niedrigeren Jahresarbeitszeiten führt - schlägt das IAT einen neuen Indikator vor. Basis wären die Arbeitszeiten von Vollzeitkräften, bereinigt um die Anzahl der Urlaubs- und Feiertage im jeweiligen Land.
Insgesamt sei die "gewöhnliche Jahresarbeitszeit" - die übrigens gemäß den IAT-Berechnungen überall über der tarifvertraglichen Arbeitszeit liegt - als Standort-Faktor nicht allzu aussagekräftig. Die Dauer der Arbeitszeit allein sage nicht viel über die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft aus. So könnten beispielsweise kürzere Arbeitszeiten eher einen Produktivitätsanreiz darstellen und längere zu "Zeitverschwendung" verführen.Pressekontakt: IAT, Dr. Sebastian Schief, Telefon: 0209/1707-152; Pressestelle, Claudia Braczko, Telefon: 0209/1707-176, Fax: -110
Gelsenkirchen.(idr). Wird in der Bundesrepublik Deutschland besonders wenig gearbeitet? Diese Frage beantworteten die Wissenschaftler des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik (IAT) jetzt mit einem eindeutigen "Nein". Das Fazit ihrer Untersuchung der internationalen Jahresarbeitszeitstatistiken: Die deutschen Jahresarbeitszeiten sind im europäischen Vergleich keineswegs besonders kurz, sie bewegen sich im Mittelfeld.
Nach IAT-Berechnungen liegt Deutschland mit einer gewöhnlichen Jahresarbeitszeit Vollzeit-Beschäftigter von 1.760 Stunden an 7. Stelle der (zum Zeitpunkt der Studie "Arbeitszeiten als Standortfaktor?" noch) 15 EU-Länder und Norwegen. Sechs Länder weisen eine niedrigere gewöhnliche Jahresarbeitszeit als Deutschland auf. Am kürzesten wird mit 1.689 Jahresstunden in Frankreich gearbeitet, am längsten mit 1.962 Stunden in Großbritannien.
Für die internationale Vergleichbarkeit der Jahresarbeitszahlen - die als Grundlage aller Debatten dienende OECD-Statistik bezieht zum Beispiel für viele Länder die Teilzeitbeschäftigten ein, was bei hoher Teilzeitquote eines Landes zu niedrigeren Jahresarbeitszeiten führt - schlägt das IAT einen neuen Indikator vor. Basis wären die Arbeitszeiten von Vollzeitkräften, bereinigt um die Anzahl der Urlaubs- und Feiertage im jeweiligen Land.
Insgesamt sei die "gewöhnliche Jahresarbeitszeit" - die übrigens gemäß den IAT-Berechnungen überall über der tarifvertraglichen Arbeitszeit liegt - als Standort-Faktor nicht allzu aussagekräftig. Die Dauer der Arbeitszeit allein sage nicht viel über die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft aus. So könnten beispielsweise kürzere Arbeitszeiten eher einen Produktivitätsanreiz darstellen und längere zu "Zeitverschwendung" verführen.
Pressekontakt: IAT, Dr. Sebastian Schief, Telefon: 0209/1707-152; Pressestelle, Claudia Braczko, Telefon: 0209/1707-176, Fax: -110