Gelsenkirchen (idr). Das Ruhrgebiet ist nicht nur grün, sondern bunt. Beim Wandern auf den neuen Urban.Trails lässt sich diese Vielfalt besonders gut entdecken. Der mit neun Kilometern vergleichsweise kurze Urban.Trail Gelsenkirchen verbindet Zeche und Zukunft, Kiosk-Kultur und Kunst am Bau. Die Tour zum Musiktheater im Revier ist in gut zwei Stunden geschafft.
Start ist an der Stadtgrenze Gelsenkirchen/Bochum. Von der Straßenbahnhaltestelle "Bochum Lohrheidestraße" führt der Weg direkt in die Bergbauvergangenheit der Region: zur ehemaligen Zeche Holland in Bochum-Wattenscheid. Vorbei am Fördergerüst und am frisch renovierten benachbarten Lohrheidestadion geht es weiter – hinauf zur Halde Rheinelbe, wo auf dem Plateau die "Himmelstreppe" des Künstlers Herman Prigann thront. Nach dem Abstieg verläuft die Route durch den Skulpturenwald Rheinelbe und den Von-Wedelstaedt-Park, vorbei an dem 200 Quadratmeter großen Mural "Schmetterlingsfänger 4.0". Wer möchte, macht eine kurze Pause am kultigen Schalker.Kiosk.04, und kann dann frisch gestärkt die historische Zechensiedlung Flöz Dickebank entdecken, die zu den ältesten erhaltenen Werkssiedlungen des Ruhrgebiets zählt.
Im Kreativ.Quartier Ückendorf pulsiert urbanes Leben; Ateliers, Werkstätten und junge Kunst prägen das Stadtbild. Beeindruckend ist auch das Mural "Frau in Blau & Weiß" von Lidia Cao. Rund um die Heilig-Kreuz-Kirche, die heute als Veranstaltungsstätte genutzt wird, hat sich eine vielfältige Gastronomieszene entwickelt. Weiter führt der Trail zum Wissenschaftspark Gelsenkirchen und zum Hans-Sachs-Haus, einem architektonischen Highlight der 1920er-Jahre und Sitz der Stadtverwaltung. Von dort sind es nur noch wenige Minuten bis zum Musiktheater, dem Ziel der Tour. Zwar ist die Markierung der Gelsenkirchener Route noch nicht ganz abgeschlossen, die Streckenführung ist jedoch komplett digital einsehbar.
Insgesamt sollen bis 2028 bis zu 15 Urban.Trails im Ruhrgebiet entstehen – jede Strecke hat ihren eigenen Charakter und erzählt eigene Geschichten. Die Urban.Trails sind ein Gemeinschaftsprojekt: Die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) als Konsortialführer ist für die Digitalisierung des Wanderangebotes und die Vermarktung zuständig. Der Regionalverband Ruhr (RVR) übernimmt die infrastrukturelle Entwicklung. Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) sorgt für die Einrichtung und Zertifizierung der Wanderwege. Das Projekt wird durch die EU und das Land NRW über den EFRE-Fonds gefördert. Es hat ein Gesamtvolumen von rund 1,8 Millionen Euro.
Informationen und Karte: https://www.ruhr-tourismus.de/tour/urban-trail-gelsenkirchens-struktur-wandeln
Pressekontakt: RVR, Julian Lührmann, Telefon: 0201/2069-558, E-Mail: luehrmann[at]rvr.ruhr; RTG, Pascal Tönnissen, Telefon: 0208/89959-173, E-Mail: p.toennissen[at]ruhr-tourismus.de