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Long Covid: Autoantikörper können Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringen

Witten (idr). Bestimmte Autoantikörper könnten eine wichtige Rolle bei Long Covid spielen. Sie tragen dazu bei, dass das vegetative Nervensystem Herz, Kreislauf und Gefäße nicht mehr richtig ausbalanciert. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Universität Witten/Herdecke.

 

Autoantikörper sind Antikörper, die sich irrtümlich gegen zelluläre Strukturen des eigenen Körpers richten. Die Wittener Forscher haben Autoantikörper untersucht, die sich gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren richten. Diese Rezeptoren steuern wichtige Prozesse wie Herzfrequenz, Blutdruck, Atmung und Stressreaktionen. Bei einem Teil der Untersuchten fiel der Autoantikörper CXCR3ab besonders auf, der für verminderte parasympathische Aktivität, höheren Blutdruck und niedrigere Sauerstoffsättigung während körperlicher Aktivität verantwortlich ist.

 

Die Wissenschaftler sehen Hinweise darauf, dass dieser Autoantikörper das Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringt. Es würde erklären, warum Long-Covid-Patienten sich oft fühlen, als würde ihr Körper dauerhaft im Stressmodus feststecken. Neben CXCR3ab fanden sich weitere Autoantikörper, die ebenfalls die Steuerung von Herz und Kreislauf beeinflussen.

 

Infos: http://www.uni-wh.de

Pressekontakt: Universität Witten/Herdecke, Svenja Malessa, Telefon: 0151/57001544, E-Mail: Svenja.Malessa[at]uni-wh.de

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