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Nachhaltigkeit rückt aus dem Fokus von Unternehmen

Essen (idr). Die Priorität für Nachhaltigkeit verliert in Unternehmen an Bedeutung. Das zeigt der vierte Sustainability Transformation Monitor (STM) der Essener Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung, der Universität Hamburg und der Peer School for Sustainable Development. In 73 Prozent der Unternehmen ist die Verantwortung für die Nachhaltigkeitstransformation weiterhin auf Vorstands- oder Geschäftsführungsebene verankert, die Dynamik ist aber verloren gegangen: Betriebe empfinden unsichere politische Rahmenbedingungen sowie fehlende Marktanreize als stärkste Hemmnisse für mehr Transformation, wie die Analyse der 822 Unternehmen der Real- und Finanzwirtschaft deutlich macht.

 

Bei 59 Prozent der Unternehmen verliert Nachhaltigkeit intern an Priorität. Im Vorjahr waren es nur rund 14 Prozent. Besonders stark verändert hat sich aus Unternehmenssicht die Relevanz der Politik für den Transformationsprozess: In den vergangenen Jahren hatten die Unternehmen sie noch als wichtigen Treiber wahrgenommen. Im STM 2026 sinkt deren Bedeutung erheblich um 31 Prozentpunkte.

 

Von der Tagesordnung sei die Nachhaltigkeitstransformation dennoch nicht verschwunden: So ist der Anteil der Unternehmen und Banken, die ihre Treibhausgasemissionen erfassen, auf 86 Prozent gestiegen. Auch die Klimaziele werden in der Realwirtschaft überwiegend beibehalten oder sogar weiterentwickelt.

 

Weitere Informationen: https://www.sustainabilitytransformation.org/

Pressekontakt: Stiftung Mercator, Madeleine Hesse, Telefon: 0201/24522743, E-Mail: Madeleine.Hesse[at]stiftung-mercator.de

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