Bochum (idr). Wie genau chemische Vorgänge in Eisgemischen dazu beigetragen haben, dass auf der Erde Leben entstehen konnte, wollen Chemiker der Ruhr-Universität Bochum herausfinden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Arbeit im Rahmen einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe mit rund 1,5 Millionen Euro für sechs Jahre.
Das Team wird interstellare Eisgemische bei tiefen Temperaturen und im Hochvakuum herstellen. Die Gemische bestrahlen die Forscher mit Elektronen, um die energiereiche kosmische Strahlung des Weltalls nachzuahmen. Durch diese harschen Bedingungen können chemische Bindungen sehr leicht gebrochen werden. Aus einfachen kleinen Bausteinen können sich so leicht größere komplexere Moleküle bilden, die auch als die Bausteine des Lebens angesehen werden.
Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Dr. André K. Eckhardt, Telefon: 0234/32-26239, E-Mail: andre.eckhardt[at]ruhr-uni-bochum.de