Lünen (idr). In Lünen entsteht derzeit eine von fünf neuen forensischen Kliniken in NRW. Mit dem Richtfest wurden dort heute (31. Oktober) die Rohbauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Victoria I/II abgeschlossen. Im Endausbau werden hier 150 Behandlungsplätze für Menschen zur Verfügung stehen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung straffällig geworden und von einem Gericht in eine solche Klinik eingewiesen worden sind.
2026 soll das vom Land NRW mit 139 Millionen Euro finanzierte Bauprojekt fertiggestellt werden. Voraussichtlich ab dem ersten Halbjahr 2027 können die ersten Personen in der Fachklinik behandelt werden. Träger der Klinik wird der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sein, der den laufenden Betrieb sicherstellen wird. In der Einrichtung werden Patienten auf sechs Stationen mit je drei Wohngruppen in Einzelzimmern untergebracht sein. Zusätzlich wird es auf dem Gelände eine Reha-Station mit zehn Patientenzimmern geben. Zudem soll es eine Gärtnerei, eine Turnhalle, eine Cafeteria sowie ein Schul- und Werkstattgebäude geben. Insgesamt entstehen auf dem Gelände acht Gebäude. Durch die Einrichtung werden rund 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Die forensische Psychiatrie in Lünen wird sowohl baulich als auch organisatorisch modernsten Sicherheitsstandards entsprechen. So wird rund um das Gelände ein 5,5 Meter hoher Zaun aus transparentem Kunststoff errichtet und es wird eine umfangreiche Videoüberwachung auf dem Freigelände und in den Gebäuden geben.
Das Land hatte im Jahr 2012 beschlossen, fünf neue forensische Kliniken zu errichten. Die Klinik in Lünen ist nach dem LWL-Therapiezentrum Münsterland der zweite Neubau.
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