Bochum (idr). Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum erforschen einen neuen Wirkstoffkomplex auf Kupferbasis, der Krebszellen hundertmal effektiver tötet als im Einsatz befindliche Chemotherapeutika. Das Prinzip wurde an resistenten Krebszellen im Labor gezeigt.
Die Cuproptose unterscheidet sich grundlegend von allen bisher bekannten Mechanismen des Zelltods: Der Auslöser ist ein Überschuss an Kupfer in der Zelle. Es bindet bestimmte Proteine in den Mitochondrien, die für die Energiegewinnung zuständig sind. Diese Proteine verklumpen und die Zelle stirbt ab.
Der Kupferkomplex ist eingebettet in Polymernanopartikel, die sich gezielt im Tumorgewebe anlagern. Erst durch eine Aktivierung mit Licht lösen sich die Partikel auf und geben den Wirkstoff frei. So tötet er gezielt Tumorzellen und verschont gesundes Gewebe. Der Ansatz ist auch in therapieresistenten Krebszellen wirksam.
Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Johannes Karges, Telefon: 0234/32-24187, E-Mail: johannes.karges[at]ruhr-uni-bochum.de