Duisburg/Essen (idr). Mit einem neuen Forschungsprojekt möchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen herausfinden, wie sich sogenannte Hantaviren vermehren. Hantaviren, die grippeähnliche Symptome sowie Nieren- oder Lungenprobleme auslösen können, breiten sich in Teilen Deutschlands aus – doch es fehlen Impfstoffe und Therapien. Das Forschungsteam untersucht, wie die Viren gesunde Zellen reprogrammieren, um sich darin zu vermehren. Die Viren verändern gezielt das Zytoskelett – eine Art Stützgerüst der Zelle. Diesen Prozess möchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besser verstehen, um neue Schwachstellen des Virus‘ zu entdecken und Angriffspunkte für künftige Therapien zu identifizieren. Das Forschungsprojekt wird von der DFG mit mehr als 430.000 Euro gefördert.
Hantaviren werden durch Nagetiere, vor allem Mäuse, auf den Menschen übertragen. Eine Infektion erfolgt meist über das Einatmen von Staub, der mit Ausscheidungen infizierter Tiere verunreinigt ist. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht nachgewiesen.
Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Dr. Roland Schwarzer, Telefon: 0201/7234343, E-Mail: roland.schwarzer[at]uk-essen.de