Essen (idr). Auswärtsfans beeinflussen messbar die Ergebnisse bei Fußballspielen. Das zeigt eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, für die sechs Saisons der drei deutschen Profi-Ligen ausgewertet wurden. Das zentrale Ergebnis: Pro 1.000 zusätzlicher Auswärtsfans steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Punktgewinn im Durchschnitt um bis zu 5,4 Prozent.
Zwei Faktoren bestimmen wesentlich, wie viele Fans ihre Mannschaften zu Auswärtsspielen begleiten: die Reisestrecke zum Stadion und die Anstoßzeit. Bei ungünstigen Terminen reagieren Fans besonders empfindlich auf weite Wege. Freitags- und Sonntagsspiele halten mehr zurück als Samstagspartien.
Vereine mit großen Fanbasen haben damit systematische Vorteile. Sie bringen mehr Unterstützung zu Auswärtsspielen mit. Die ungleiche Verteilung günstiger Anstoßzeiten verstärkt diese Unterschiede zusätzlich. In der Saison 2024/25 spielten zwölf Bundesliga-Teams mindestens elfmal am Samstag auswärts. Mainz 05 hatte dagegen beispielsweise nur sieben Termine am Samstag.
Infos: https://www.rwi-essen.de
Pressekontakt: RWI, Dr. Joschka Flintz, Telefon: 0531/25701315, E-Mail: joschka.flintz[at]thuenen.de