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Studie der Universität Duisburg-Essen zeigt: Klimawandel bedroht Fischvielfalt

Duisburg/Essen (idr). Eine neue Studie unter Beteiligung der Universität Duisburg-Essen und des Research Center One Health Ruhr zeigt: Süßwasserökosysteme wie Flüsse reagieren empfindlich auf den Klimawandel. Denn steigende Wassertemperaturen und die Ansiedlung bestimmter Fische durch den Menschen beschleunigen den Verlust der Biodiversität – vor allem in kühlen Gewässern.

 

Für die Studie wurden Langzeitdaten zu fast 400 Fischarten an knapp 3.000 Standorten in Nordamerika ausgewertet. Das Ergebnis in Flüssen mit einer Durchschnittstemperatur unter 15 Grad ist drastisch: Hier ist die Zahl der Fische um mehr als die Hälfte geschrumpft, die Artenvielfalt um rund ein Drittel. Gleichzeitig verdrängen größere Arten wie Forellenbarsche und Kanalwelse, die zum Angeln und Fischen eingesetzt werden, kleinere Arten. In Flüssen mit Wassertemperaturen über 24 Grad zeichnet sich ein anderes Bild: In den warmen Gewässern steigt sowohl die Zahl der Fische als auch die Artenvielfalt, vor allem robuste Arten legen zu. Doch dieser Zuwachs darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Artenvielfalt insgesamt leidet, so die Forschenden.

 

Laut Studie sind die Daten aus den USA ein deutliches Warnsignal für Europa, denn auch hier werden die Flüsse stetig wärmer.

 

Originalpublikation: doi.org/10.1038/s41586-025-09556-0

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Ralf B. Schäfer, Telefon: 0201/1833962, E-Mail: ralf.schaefer[at]uni-due.de

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