Essen (idr). Quantentechnologien gewinnen in Wirtschaft, Wissenschaft und Hochschulen an Bedeutung. 61,5 Prozent der Unternehmen planen dazu Neueinstellungen in Forschung und Entwicklung. Die Ergebnisse einer Studie von Stifterverband und Wissenschaftsstatistik in Essen zeigen: Das universitäre Lehrangebot passt in seiner fachlichen Ausrichtung bereits weitgehend zum Bedarf. Entwicklungspotenzial besteht vor allem beim Praxisbezug. Nur knapp acht Prozent der untersuchten Lehrveranstaltungen sind erfahrungsbasierte Formate wie Praktika, Projekte oder Laborveranstaltungen.
Die Studie untersucht erstmals systematisch, wie gut der Fachkräftebedarf und das universitäre Bildungsangebot im Bereich Quantentechnologie in Deutschland zusammenpassen. Dafür wurden Unternehmensdaten, Befragungen von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, qualitative Interviews sowie Vorlesungsverzeichnisse großer deutscher Universitäten ausgewertet.
Internationale Fachkräfte tragen bereits heute wesentlich zum Quantentechnologie-Ökosystem bei. Ihr Anteil am Forschungs- und Entwicklungspersonal der untersuchten Unternehmen liegt bei 21,4 Prozent und ist damit mehr als doppelt so hoch wie in anderen forschungsaktiven Unternehmen. Die Studie empfiehlt deshalb, internationale Studenten und Forscher beim Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt gezielt zu unterstützen.
Informationen: https://www.stifterverband.org/medien/fachkraefte_fuer_quantentechnologien
Pressekontakt: Stifterverband, Peggy Groß, Telefon: 030/322982-530, E-Mail: presse[at]stifterverband.de, Andreas Land, Telefon: 0201/8401-256, E-Mail: andreas.land[at]stifterverband.de