ruhrgebiet (idr). Der Winter 2025/26 hat dem Ruhreinzugsgebiet nur etwas mehr als zwei Drittel des üblichen Niederschlags gebracht. Das berichtet der Ruhrverband in Essen. Der Dezember und der Januar seien deutlich zu trocken gewesen, es fielen nur etwas mehr als zwei Drittel der üblichen Niederschläge. Erst in der zweiten Februarhälfte wurde es nass.
Insgesamt war der Winter an der Ruhr mit einer mittleren Temperatur von 2,9 Grad Celsius gegenüber dem Referenzzeitraum 1991 bis 2020 zu warm (um 1,2 Grad). Es war damit der 13. Winter in Folge, der im Ruhreinzugsgebiet zu warm war.
Besonders der Dezember war mit minus 57 Prozent Niederschlag gegenüber dem langjährigen Monatsmittel erheblich zu trocken – ein Platz in den Top 10 der trockensten Dezember seit Aufzeichnungsbeginn 1927. Auch der Januar brachte deutlich zu wenig Regen bzw. Schnee (minus 40 Prozent), so dass die Talsperren des Ruhrverbands an insgesamt fünf Tagen im Dezember und Januar Zuschuss leisten mussten, um den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabfluss in der Ruhr aufrechtzuerhalten.
Das Talsperrensystem des Ruhrverbands ist auf Vorratshaltung angelegt: In regenreichen Zeiten wird Wasser in den Talsperren aufgestaut, damit es bei Trockenheit wieder an das Flusssystem abgegeben werden kann. Winter, in denen es deutlich weniger regnet als im langjährigen Mittel, stellen daher für die Talsperrensteuerung eine besondere Herausforderung dar.
Pressekontakt: Markus Rüdel, Pressesprecher Ruhrverband, Unternehmenskommunikation, Kronprinzenstr. 37, 45128 Essen, Telefon: 0201/178-1160, E-Mail: mrl[at]ruhrverband.de, www.ruhrverband.de