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Zeitrente oder Leibrente: Jeder Zweite unterschätzt die eigene Lebenserwartung

Dortmund (idr). Die Politik berät aktuell das Altersvorsorgereformgesetz, mit dem Menschen bei der privaten Altersvorsorge eine Wahlfreiheit zwischen einer lebenslänglichen Rente oder - neu - einem zeitbefristeten Entnahmeplan mindestens bis zum Alter von 85 Jahren erhalten sollen. Ein Experiment der Fachhochschule Dortmund zeigt, dass Verbraucher sich oft aus Unkenntnis ihrer Lebenserwartung für die abgekürzte Zeitrente entscheiden.

 

In einem Online-Experiment mit mehr als 1.500 Probanden wählten 58 Prozent derjenigen, die ein Angebot zur Verrentung eines fiktiven Altersvorsorgekapitals annahmen, eine Zeitrente bis zum Alter von 85 Jahren statt eine niedrigere lebenslängliche Leibrente. Ein bedeutender Einflussfaktor war die subjektive Lebenserwartung: Bei den Teilnehmenden, die ihre individuellen Lebenserwartung gegenüber der statistischen unterschätzten (und zwar um durchschnittlich 9,5 Jahre), nahmen 73 Prozent die Zeitrente. Probanden, die ihre Lebenserwartung überschätzten, entschieden sich nur zu 40 Prozent für die Zeitrente.

 

Infos: https://www.fh-dortmund.de

Pressekontakt: FH Dortmund, Prof. Dr. Matthias Beenken, Telefon: 02327/994483, E-Mail: matthias.beenken[at]fh-dortmund.de, Prof. Dr. Lukas Linnenbrink, E-Mail: lukas.linnenbrink[at]fh-dortmund.de

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