Essen. Eine Woche, ein Tiny House, 152 Meter Höhe: Für Fynn (21) aus Hamburg endet der wohl ungewöhnlichste Dienst seines Lebens. Seit dem 15. September lebte er auf der Halde Hoheward zwischen Herten und Recklinghausen, hütete Robo-Schafe, inspizierte den Sonnenaufgang und behielt das Geschehen rund um die Halde im Blick. Am Dienstagmorgen endete seine Dienstzeit – Zeit für eine Bilanz.
Zum Amtsantritt hatte Fynn gesagt, er kenne das Ruhrgebiet eigentlich nur aus Erzählungen, die meistens dreißig Jahre alt seien – und er sei gespannt, was sich verändert habe und was geblieben sei. Eine Woche später fällt seine Antwort so aus: „1000-mal grüner, als ich erwartet habe! Zu sehen, wie natürlich das ganze Gebiet ist, hat meine ganze Sicht aufs Ruhrgebiet verändert. Und die Menschen – so eine Gastfreundschaft hätte ich nicht erwartet!“
Robo-Schafe, Sonnenaufgänge und überraschende Begegnungen
„Der Tag, an dem ich 190 Besucher hatte! Das war der spannendste, aber auch skurrilste Tag auf der Halde. Dass ich zu einer Art Pilgerstätte werden würde, hätte ich nie gedacht. Die Leute haben sich sogar untereinander kennengelernt und angefreundet! Das hat mir gezeigt, dass die Bewerbung genau richtig war“, erinnert sich Fynn. Gemeinsam mit Comedienne Luisa Charlotte Schulz wurde Fynns Dienstwoche für die Social-Media-Kanäle der Standortmarketingkampagne "Das Ruhrgebiet. Hier bleibt alles anders" des Regionalverbandes Ruhr (RVR) begleitet und dokumentiert. Ab dem 5. Oktober sind die Beiträge zu sehen.
Abschied von der Halde
Mit dem Dienstende geht es für Fynn zurück nach Hamburg. Was er mitnimmt? „Ich will auf jeden Fall wiederkommen – ob als Touri, Freund oder Bekannter. Erst mal nehme ich aber viel Selbstvertrauen und viele neue Erfahrungen mit nach Hause. Ich würde jedem empfehlen, etwas ähnlich Verrücktes auszuprobieren!“
Der kurioseste Job Deutschlands ist damit vorerst zu Ende. Wer das Ruhrgebiet länger als eine Woche erleben möchte, findet unter ruhrgebiet.de/arbeiten/zukunftsjobs zahlreiche weitere Jobs mit spannenden Aussichten.
Kampagne „Das Ruhrgebiet. Hier bleibt alles anders.“
Der außergewöhnliche "Job" ist Teil der Standortmarketingkampagne "Das Ruhrgebiet. Hier bleibt alles anders" des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Die Kampagne positioniert das Ruhrgebiet als modernen, wandlungsfähigen und lebenswerten Standort. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen und Orte, die zeigen, wie aus Strukturwandel neue Qualitäten entstanden sind: bodenständig, kreativ und mit Haltung.
Die Halden des Ruhrgebiets sind dafür ein Sinnbild: 46 von ihnen sind im Besitz des Regionalverbands Ruhr und wurden zu Landmarken der Industriekultur mit Kunstwerken, Aussichtspunkten oder – wie die Halde Hoheward – einem Horizontobservatorium umgestaltet. Sie stehen wie kaum ein anderer Ort für den Wandel vom Industriestandort zur grünen Freizeit- und Erholungslandschaft.

