Essen. Die Manifesta, die europäische nomadische Biennale für zeitgenössische Kunst, feiert mit einem großen Fest am Samstag, 20. Juni, in Essen die Eröffnung ihrer 16. Ausgabe. Das Hauptprogramm findet vom 21. Juni bis 4. Oktober unter dem Titel "This is not a church" in zwölf aufgegebenen oder umgewidmeten Nachkriegskirchengebäuden in Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen statt. Mehr als 100 internationale Künstlerinnen und Künstler liefern Beiträge dazu. Sechs weitere Städte im Ruhrgebiet sind durch insgesamt 16 Sonderprojekte im Rahmen des Programmes Manifesta 16+ an der Biennale beteiligt.
Die zentrale Eröffnungsfeier findet am 20. Juni von 18 bis 23 Uhr auf dem Welterbe Zollverein statt. Im dortigen Ehrenhof wird die Manifesta 16 Ruhr die kulturelle Strahlkraft des Ruhrgebietes zeigen und die Region mit einem weitverzweigten Netzwerk europäischer Kulturakteure in Verbindung bringen. Live und vor Ort zeigen die Manifesta 16-Teilnehmer Dúo Barber-Palacios ihre großangelegte Komposition für Kirchenglocken. Der Ruhrkohle-Chor sowie das Bochumer Kollektiv Cute Community Circuit, das die Diaspora-Künstlerinnen und -Künstler Başak Merev, Jamalsrevenge, Justice, Kioomars Musayyebi, Mohammad Tamim und Orli zusammenbringen wird, runden die Live-Darbietungen ebenso ab wie die DJs Oda Haliti und Kessler (live). Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Stiftung Zollverein.
Die Manifesta 16 wurde von einer breiten Allianz um den Regionalverband Ruhr (RVR) und das NRW-Kulturministerium ins Ruhrgebiet eingeladen, um zu ergründen, wie aufgegebene Kirchengebäude in Orte für kulturellen Austausch, nachbarschaftliche Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt verwandelt werden können. Das Festival steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Eröffnung Manifesta
