Essen/Ruhrgebiet. Neustart beim regionalen Fahrradverleihsystem metropolradruhr: Ab heute (1. April 2026) übernimmt der dänische Bike-Sharing-Spezialist Donkey Republic den Betrieb. Das Fahrradverleihsystem metropolradruhr hat sich seit Inbetriebnahme im Jahr 2010 als beliebtes Sharing-Angebot im Ruhrgebiet etabliert. Mit dem neuen Betreiber setzt der Regionalverband Ruhr (RVR) auch in Zukunft Impulse für eine nachhaltige Mobilität in der Region.
Uwe Waßmann, Vorsitzender des RVR-Ausschusses für Planung und Mobilität, freut sich, dass der Kreis der teilnehmenden Städte weiterwächst: „Bisher waren die metropolradruhr-Räder bereits in 13 Kommunen des Ruhrgebiets verfügbar, im Laufe dieses Jahres kommen 12 weitere Kommunen hinzu. Gemeinsam werden wir die Flotte weiter ausbauen und das Fahrrad als Verkehrsmittel in unserer Region noch attraktiver machen.“
Die Fahrräder des neuen Anbieters werden aus Produktionsgründen zunächst an den meistgenutzten Stationen verfügbar sein, bis Ende April auch an allen weiteren Bestandsstationen. Bis Ende September wird das bisherige Angebot mehr als verdoppelt: In 25 Kommunen werden dann an über 1.000 Stationen rund 5.700 Räder zur Verfügung stehen. Moers, Neukirchen-Vluyn und die Städte im Kreis Recklinghausen ergänzen das Angebot. Zuvor waren es 500 Stationen mit 2.500 Fahrrädern. Dabei ist das System um Pedelecs und e-Lastenräder erweiterbar. Letztere können ab Sommer 2026 beispielsweise in Neukirchen-Vluyn und in Datteln ausgeliehen werden.
Stefan Kuczera, Beigeordneter Regionale Planung und Entwicklung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) betont die Vorteile, die der Betreiberwechsel mit sich bringt: „Günstige Tarife, besserer Fahrkomfort durch moderne 8-Gang-Räder und eine unkomplizierte Ausleihe sorgen dafür, dass das metropolradruhr noch stärker als regionales Sharing-Angebot genutzt wird.“
Für die Ausleihe benötigen Nutzende lediglich die Donkey Republic-App. Danach verläuft fast alles wie gehabt: In der App ein Fahrrad in der Nähe finden, mit dem Smartphone entsperren und losradeln. Neu ist: Nach der Fahrt muss das metropolradruhr nur noch via App verschlossen werden. Im Standardtarif zahlen Nutzende einen Euro pro Stunde, während im Monatstarif für 7,50 Euro oder im Jahrestarif von 60 Euro jeweils 60 Freiminuten pro Tag inklusive sind. Studierende der teilnehmenden Hochschulen, darunter neben der Ruhr Universität Bochum auch die TU Dortmund sowie die Universität Duisburg-Essen, profitieren als größte Nutzergruppe auch künftig von Sondertarifen.
Der RVR koordiniert in Abstimmung mit den beteiligten Kommunen (Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Hattingen, Herne, Lünen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Witten), Universitäten, Verkehrsunternehmen und dem Betreiber die strategische Weiterentwicklung des Fahrradverleihsystems metropolradruhr.


