Essen. Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, in der sie einen starken Europäischen Sozialfonds (ESF) ab 2028 fordert. Der ESF sei für das Ruhrgebiet ein zentrales Instrument, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, Jugendlichen beim Einstieg ins Berufsleben zu helfen und Kommunen, sozialen Einrichtungen sowie Bildungsträgern verlässlich Fördermittel zu bieten. Die Mittel des ESF wirkten direkt vor Ort und stärkten den Zusammenhalt und die soziale Teilhabe im Ruhrgebiet.
Das Ruhrparlament begrüßt deshalb die Position des Europäischen Parlaments, das sich für ein Mindestbudget des ESF in Höhe von 124 Milliarden Euro ausgesprochen hat. Es fordert EU, Bund und Land auf, den ESF auch in der künftigen Förderperiode 2028 bis 2034 als eigenständiges Förderinstrument zu erhalten, Kürzungen zu verhindern und die Mittelverwaltung weiterhin bedarfsorientiert und bürgernah zu gestalten. Zudem sollen flexible Ko‑Finanzierungsregelungen finanzielle Risiken für Projektträger gering halten und die Kohäsionspolitik in Europa stärken.
In der vergangenen Förderperiode von 2014 bis 2020 wurden im Ruhrgebiet rund 19.000 Maßnahmen mit einem Volumen von 760 Millionen Euro umgesetzt, darunter rund 380 Millionen Euro aus EU-Mitteln.