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Biennale präsentiert mehr als 100 internationale Künstlerinnen und Künstler

Die Manifesta 16 Ruhr, die europäische nomadische Biennale für zeitgenössische Kunst, findet vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 im Ruhrgebiet statt. Unter dem Titel "This is not a church" macht sie zwölf aufgegebene oder umgewidmete Nachkriegskirchengebäude in Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen zu Ausstellungsräumen. Mehr als 100 internationale Künstlerinnen und Künstler liefern Beiträge dazu.

Sechs weitere Städte im Ruhrgebiet sind durch insgesamt 16 Sonderprojekte im Rahmen des Programmes Manifesta 16+ an dem Kunstevent beteiligt.

Die Biennale soll zukunftsweisende Impulse für das Ruhrgebiet entwickeln und die vorhandenen Netzwerke stärken.

Erstmalig findet die Manifesta vollständig kostenfrei statt.

Mirosław Bałkas "Madonna" besteht aus Kohlestücken, zusammengehalten von einem Metallgitter. Sie steht vor der Christ-König-Kirche in Bochum.
Mirosław Bałkas "Madonna" besteht aus Kohlestücken, zusammengehalten von einem Metallgitter. © RVR

Gut zu wissen

Die International Manifesta Foundation (IFM) ist hauptverantwortlich für die Vergabe der Manifesta. 1996 fand die erste Ausgabe in Rotterdam statt, zuletzt war die Manifesta 2024 in Barcelona zu Gast.

Organisiert und durchgeführt wird die Ruhrgebietsausgabe von der 2022 gegründeten Manifesta 16 Ruhr gGmbH. Die Geschäftsführung haben Hedwig Fijen, Gründungsdirektorin der Manifesta, und Stefan Kuczera, RVR-Beigeordneter für den Bereich Planung, inne.

Manifesta 16 Ruhr

Hedwig Fijen, Gründungsdirektorin der Manifesta.
Hedwig Fijen, Gründungsdirektorin der Manifesta. © Dirk Rose

Soziale und urbane Struktur im Blick

Wie können ungenutzte Kirchenbauten neu gedacht werden? Und wie kann ihre Transformation zu Orten des zivilgesellschaftlichen Lebens und der gemeinschaftlichen Begegnung führen? Mit diesen Fragen setzt sich die Manifesta 16 Ruhr auseinander.

Anstelle traditioneller kuratorischer Strukturen haben sogenannte Creative Mediators gemeinsam mit Fachleuten aus den Bereichen Architektur und Migrationsgeschichte individuelle ortsspezifische Ansätze für jedes Gebäude entwickelt. Thematisiert werden Aspekte wie Migration, Desinformation, Polarisierung, kollektive Gedächtnisprozesse und die Schaffung lebenswerterer urbaner Räume.

Auch lokale Projekte werden in die Manifesta eingebunden: 16 Basisinitiativen stellen Gemeinschaftsprojekte im Rahmen des Programms Manifesta 16+ in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets vor. Zahlreiche Bildungs- und Vermittlungsprojekte begleiten das Programm.

Die Manifesta 16 Ruhr ist die letzte Ausgabe unter der Leitung der Gründungsdirektorin Hedwig Fijen.

Die Manifesta 16 im Ruhrgebiet gibt doppelten Anlass zur Freude. Das Revier wird für exzellente Kulturschaffende aus der ganzen Welt zur Bühne und ermöglicht Kunstgenuss auf allerhöchstem Niveau. Gleichzeitig wird das Ruhrgebiet zum Schaufenster für die ganze Welt. Ich bin sicher, dass es uns mit der Manifesta 16 gelingen wird, das moderne Ruhrgebiet als Vorbild für gelungene Transformation hinaus in die Welt zu tragen.

- Ina Brandes | Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. -

Wer setzt sich für die Manifesta ein?

Die erfolgreiche Bewerbung der Metropole Ruhr als Austragungsort der Manifesta 16 geht zurück auf eine gemeinsame Initiative zahlreicher Kunstinstitutionen und Kulturschaffenden. Dem interdisziplinären Zusammenschluss, der die Manifesta in der Metropole Ruhr auf den Weg gebracht hat, gehören neben dem Regionalverband Ruhr an:

 
  • Markus Ambach (Freier Kulturproduzent)
  • Inke Arns (Direktorin Hartware MedienKunstVerein)
  • Peter Gorschlüter (Direktor Museum Folkwang)
  • Heinrich Theodor Grütter (Direktor Stiftung Ruhr Museum)
 
 
  • Stefan Hilterhaus (Künstlerischer Leiter PACT Zollverein)
  • Olaf Kröck (Intendant Ruhrfestspiele Recklinghausen)
  • Hans-Peter Noll (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein)
  • Britta Peters (Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr)
 

Stefan Kuczera

Beigeordneter
Regionale Planung und Entwicklung

kuczera[at]rvr.ruhr
+49 201 2069-346