Dachs – Baumeister unter der Erde

Der Dachs lebt in strukturreichen Wäldern und Grünzügen des Ruhrgebiets, etwa in der Kirchheller Heide. Er ist nachtaktiv und gräbt große, weitverzweigte Baue, die über viele Jahre genutzt werden. Manche Dachsbauten werden über Generationen genutzt und immer weiter ausgebaut. Seine Nahrung besteht vor allem aus Regenwürmern, Insekten und Früchten. Er braucht lockere Böden, Deckung und ruhige Lebensräume. 

Wenn der Bau erwacht

Tagsüber bleibt es still unter der Erde. Tief im Bau liegt der Dachs in seinem verzweigten Gangsystem, gut geschützt vor Wetter und Störungen. Erst wenn die Dämmerung einsetzt, wird er aktiv. Ruhig und ohne Hast verlässt er den Bau und folgt seinen vertrauten Pfaden durch Wald und Wiesen. Seine Nase führt ihn sicher – sie hilft ihm, Regenwürmer und andere Nahrung im Boden aufzuspüren. Dabei bewegt er sich oft über lange Strecken, immer entlang fester Routen, die er über Jahre hinweg nutzt.

Ein Jahr im Rhythmus der Natur

Im späten Winter, wenn draußen noch Frost herrscht, werden die Jungen geboren – verborgen tief im Bau. Mit dem Frühling wagen sie erste Schritte nach draußen und erleben ihre Umgebung zum ersten Mal. Im Sommer sind die Nächte lang und voller Aktivität: Der Dachs frisst sich Fettreserven an. Der Herbst bringt ruhigere Zeiten, die Temperaturen sinken, und der Dachs wird vorsichtiger. Im Winter schließlich zieht er sich zurück, verlässt seinen Bau nur selten und spart Energie – bereit für den nächsten Zyklus im Frühjahr.

Quizfrage: Warum braucht der Dachs lockeren Boden?

Lösung: Weil er darin seine Baue graben kann.