Iltis – versteckte Jäger im Wald
Iltis – versteckte Jäger im Wald
Der Iltis gehört zur Familie der Marder und lebt vor allem an Waldrändern, Feuchtgebieten, Hecken und Bächen. Im Ruhrgebiet findet man ihn meist in ruhigen, strukturreichen Landschaften mit vielen Verstecken. Er jagt vor allem nachts und ernährt sich von Mäusen, Fröschen und kleinen Vögeln. Auf seiner Jagd bewegt er sich nicht nur an Land; er kann sogar schwimmen und tauchen. Sein dunkles Fell mit der hellen Gesichtsmaske macht ihn gut erkennbar. Im Gegensatz zum kleineren Wiesel ist der Iltis kräftiger gebaut und hat einen längeren, buschigeren Schwanz. Vom Marder unterscheidet er sich durch seine dunklere Färbung und seine stärkere Bindung an naturnahe Lebensräume. Bei Gefahr kann der Iltis ein stark riechendes Sekret abgeben. Diese Eigenschaft haben auch Frettchen, die als Haustierart aus Iltissen gezüchtet wurden.
Unterwegs zwischen Wasser und Wald
Wenn es dämmert, verlässt der Iltis sein Versteck unter Wurzeln, in alten Bauen oder dichtem Gebüsch. Vorsichtig bewegt er sich entlang von Bachufern, durch hohes Gras oder zwischen Sträuchern. Immer wieder bleibt er stehen und prüft mit seiner feinen Nase die Umgebung. Besonders geschickt jagt er in engen Gängen oder zwischen Wurzeln. Seine Bewegungen sind ruhig, schnell und fast lautlos.
Ein Leben im Rhythmus der Jahreszeiten
Im Frühling werden die Jungen geboren und bleiben zunächst gut verborgen im Bau. Im Sommer lernen sie, selbst auf Jagd zu gehen und ihre Umgebung zu erkunden. Der Herbst ist eine wichtige Zeit: Jetzt müssen sich die Tiere genügend Fettreserven anfressen. Im Winter bleibt der Iltis aktiv und streift weiter durch sein Revier – oft entlang derselben Wege, die er seit Jahren nutzt.
Quizfrage: Woran kann man den Iltis von anderen Marderarten unterscheiden?
Quizfrage: Woran kann man den Iltis von anderen Marderarten unterscheiden?
Antwort: Der Iltis trägt zwar eine weiße Maske im Gesicht, hat jedoch keinen weißen Bauch wie das Wiesel und keinen weißen Kehlfleck wie die großen Marderarten. Seine eindeutigen Unterscheidungsmerkmale sind weiße bis cremefarbene Zeichnungen an Schnauze, Augen und Ohrspitzen.