Marder – der heimliche Nachbar
Marder sind kleine, sehr bewegliche Raubtiere und im Ruhrgebiet weit verbreitet. Besonders der Steinmarder lebt häufig in Wohngebieten und nutzt Dachböden oder Garagen. Auch Grünzüge wie der Emscher Landschaftspark bieten Lebensraum. Sie sind Allesfresser und sehr anpassungsfähig. Ihr Körper ist so flexibel, dass sie durch sehr kleine Öffnungen schlüpfen können.
Unterwegs in der Nacht
Wenn die meisten Menschen schlafen, beginnt für den Marder seine aktive Zeit. Leise bewegt er sich über Dächer, balanciert über Mauern oder klettert durch Bäume. Seine Wege kennt er genau, und oft folgt er immer wieder denselben Routen. Auf der Suche nach Nahrung nutzt er jede Gelegenheit: Mal jagt er ein kleines Tier, mal frisst er Früchte oder entdeckt etwas Essbares in der Nähe von Menschen. Seine Bewegungen sind schnell, geschickt und kaum zu hören.
Ein Leben im Verborgenen
Im Frühling werden die Jungen geboren und wachsen zunächst gut geschützt in ihrem Versteck auf. Mit der Zeit werden sie neugieriger und beginnen, ihre Umgebung zu erkunden. Der Sommer ist eine Phase des Lernens und Ausprobierens. Im Herbst trennen sich die Wege: Die jungen Marder ziehen los und suchen eigene Reviere. Auch im Winter bleibt der Marder aktiv – er passt sich an die Bedingungen an und findet selbst in schwierigen Zeiten Nahrung.
Quizfrage: Warum sieht man Marder so selten?
Quizfrage: Warum sieht man Marder so selten?
Lösung: Weil sie nachtaktiv sind und sich tagsüber verstecken.
