Rehwild – Leben am Waldrand
Das Reh ist das häufigste größere Wildtier Deutschlands und lebt besonders an Waldrändern, auf Lichtungen und in Feldgehölzen. Im Gegensatz zum deutlich größeren Rotwild ist das Reh kleiner, leichter gebaut und meist einzeln oder in kleinen Gruppen unterwegs. Rehböcke tragen ein kleines Geweih, das jedes Jahr neu wächst. Zudem sind ihre Ohren im Verhältnis zum Kopf größer und haben näher zusammenstehende Augen. Auch im Sozialverhalten unterscheiden sie sich: während das Rotwild sehr sozial in großen Gruppen, sogenannten Rudeln lebt, ist das Rehwild ein scheuer Einzelgänger und nur im Winter in Gruppen unterwegs. Rehe sind wählerische Feinschmecker und ernähren sich von Kräutern, Knospen, jungen Trieben, Blättern und Beeren. Sie brauchen abwechslungsreiche Landschaften mit Deckung und Nahrung dicht beieinander.
Vorsichtig unterwegs
Vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden wird das Rehwild aktiv. Ruhig zieht es durch hohes Gras oder entlang von Waldrändern. Immer wieder bleibt ein Tier stehen, hebt den Kopf und prüft aufmerksam die Umgebung. Rehe verlassen sich stark auf ihren Geruchs- und Hörsinn. Bei Gefahr fliehen sie mit schnellen Sprüngen ins Dickicht.
Ein Jahr voller Veränderungen
Im Frühling werden die Kitze geboren und gut versteckt im hohen Gras abgelegt. Ihr geflecktes Fell schützt sie vor Feinden. Im Sommer wachsen die Jungtiere schnell heran. Der Herbst bringt ruhigere Zeiten, während die Tiere sich auf den Winter vorbereiten. Auch in der kalten Jahreszeit bleiben Rehe aktiv und suchen geschützte Bereiche mit genügend Nahrung.
Quizfrage: Woran erkennt man den Unterschied zwischen Rehwild und Rotwild?
Quizfrage: Woran erkennt man den Unterschied zwischen Rehwild und Rotwild?
Lösung: Rehe sind deutlich kleiner und leben meist einzeln oder in kleinen Gruppen.
