Turmfalke – Jäger der Lüfte

Der Turmfalke ist ein Greifvogel der offenen Landschaft und im Ruhrgebiet häufig zu beobachten, etwa über Wiesen, Feldern oder Industriebrachen rund um die Zeche Zollverein. Er nutzt Gebäude, Kirchtürme oder alte Industrieanlagen als Brutplätze. Seine Hauptnahrung sind Mäuse. Er benötigt freie Flächen zur Jagd und erhöhte Plätze zum Beobachten. Im sogenannten Rüttelflug kann er nahezu an einer Stelle in der Luft stehen.

Hoch über der Stadt

Ein Blick nach oben lohnt sich: Hoch über einer Wiese oder Brache steht der Turmfalke scheinbar still in der Luft. Seine Flügel schlagen schnell, während er konzentriert den Boden absucht. Plötzlich entdeckt er eine Maus – und stürzt blitzschnell herab. Nach erfolgreicher Jagd zieht er sich auf einen Zaunpfahl, Mast oder ein Gebäude zurück. Von dort aus startet er bald zur nächsten Jagd.

Ein Jahr zwischen Himmel und Boden

Im Frühling beginnt die Brutzeit hoch oben an Gebäuden oder Felsen. Die Jungen schlüpfen und sind völlig auf die Eltern angewiesen. Tag für Tag bringen die Altvögel Nahrung herbei. Im Sommer werden die jungen Falken flügge und unternehmen ihre ersten Flugversuche. Der Herbst bringt Selbstständigkeit – die Jungtiere verlassen das Nest und suchen eigene Reviere. Auch im Winter bleibt der Turmfalke oft in der Region und jagt weiter über offenen Flächen, selbst bei Kälte und Schnee.

Quizfrage: Warum „steht“ der Turmfalke manchmal in der Luft?

Lösung: Das ist der Rüttelflug, mit dem er gezielt nach Beute am Boden sucht.